Hier finden Sie laufend Updates, die für Sie relevant sind. Aktuell gehaltene Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Mitglieder von Physio Austria hier.

Update - Stand: 2. August 2022

Als Update im Zusammenhang möchten wir über die unveränderte Fortgeltung der grundlegenden Covid-19-Basismaßnahmen informieren, deren Geltung per Verordnung mit 01. August 2022 bis vorerst 23. Oktober 2022 verlängert wurde: unverändert gilt ganz generell weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht (nach der 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung) im niedergelassenen Bereich (u.a. in Praxen für Physiotherapie und im Setting des Hausbesuchs, ebenso an weiteren Berufssitzen niedergelassener Gesundheitsberufe wie Arztordinationen als „sonstige Orte an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden“) sowie in Kranken- und Kuranstalten wie auch Alters- und Pflegeheimen für Patient*innen, Behandler*innen, Dienstleister*innen (PhysiotherapeutInnen sowie weitere externe Gesundheitsdienstleister*innen) und Mitarbeitet*innen. (Stand: 2. Novelle zur 2. COVID-19-BMV zum 01.08.2022) Unverändert in Geltung bleibt auch die von Physio Austria in unserem Covid-19-NewsBlog bereits am 03.05.2022 geschilderte Verpflichtung zur Führung eines COVID-19-Präventionskonzeptes als auch zur Benennung „COVID-19-Beauftragter“ - zur Erleichterung der Umsetzung dieser Verpflichtung hat Physio Austria für seine Mitglieder ein entsprechendes Ausfüll-Muster eines COVID-19-Präventionskonzeptes erstellt, das über den Newsblog als Download abrufbar ist.

 

Die Rechtsgrundlagen weiterer aktuell bestehender Covid-Maßnahmen können Sie auf der Website des Gesundheitsministeriums einsehen. 

Für Details hierzu blicken Sie bitte in unser Covid-Update zum 01. Juni 2022 unter diesem Newsblog: Am 01. Juni 2022 ist die 1. Novelle zur 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung (2. COVID-19-BMV) in Kraft getreten (hier abrufbar), welche mit Stand 01. August 2022 vorerst bis zum 23. Oktober 2022 in Geltung bleibt.

02.08.2022
Update - Stand: 2. August 2022

Ersatz der Quarantäne durch Verkehrsbeschränkungen - Änderungen für positiv getestete Personen.

Allgemeines zur Verkehrsbeschränkungsverordnung

Ab dem 1. August 2022 unterliegen aufgrund einer Infektion mit SARS-CoV-2 positiv getestete, Personen sowie Krankheitsverdächtige und Ansteckungsverdächtige keiner allgemeinen Absonderung (sogenannte Quarantäne) mehr. An deren Stelle treten Verkehrsbeschränkungen zum Schutz anderer Personen vor Infektion und zur Verhinderung der Krankheitsverbreitung. Diese Verkehrsbeschränkungen  sind insbesondere Betretungsverbote bestimmter Orte (u.a. Bereiche der Gesundheitsversorgung) und eine weitreichende durchgehende FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen (mit Ausnahmen, zu denen derzeit weiterhin offene rechtliche Fragen bestehen). „Dabei ist die Maske korrekt (insbesondere vollständige Bedeckung von Mund und Nase, regelmäßiges Wechseln der Maske) zu tragen“ gemäß § 3 Abs. 1 der Verordnung. Im Freien gilt die Pflicht, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Die Verkehrsbeschränkungen gelten für alle positiv getesteten Personen und kommen bereits beim positiven Befund eines Antigen-Tests zum Tragen. Bei einem bestätigten, positiven PCR-Test laufen sie jedenfalls fünf Tage. Danach kann man sich mit einem CT-Wert von über 30 freitesten. Die Maximaldauer für die Verkehrsbeschränkung beträgt zehn Tage.

Personen, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet sind und Symptome haben, müssen sich ärztlich krankschreiben lassen. Die telefonische Krankmeldung wurde für diese Personengruppen ab 1. August 2022 wieder eingeführt. Bezüglich näherer Informationen, die diesen privaten Bereich betreffen, dürfen wir Sie auf die Website des Gesundheitsministeriums verweisen.

Die Betretungsverbote, welche  für mit SARS CoV-2 infizierte, positiv getestete Personen gelten, werden in der aktuellen Verordnung ausdrücklich für sieben Bereiche definiert: für Alters- und Pflegeheime sowie stationäre Behinderteneinrichtungen, Krankenanstalten, Kuranstalten, Tageseinrichtungen im Behindertenbereich und der Altenbetreuung, Kindergärten (plus Krippen, Krabbelstuben), Primarschulen sowie sonstige Betreuungseinrichtungen für Kinder unter elf (z. B. Horte), darunter auch Tagesmütter bzw. -väter. Ausgenommen von den Betretungsverboten sind allerdings Beschäftigte in diesen Bereichen. Ortsfremde Dienstleister*innen wie Physiotherapeut*innen dürfen die genannten Bereiche infiziert jedenfalls nicht betreten.

Die mit 01.08.2022 in Kraft getretene 2. Novelle zur COVID-19-Verkehrsbeschränkungsverordnung können Sie HIER im RIS abrufen.  

Was gilt aktuell für die physiotherapeutische Praxis und sonstige Orte der Berufsausübung? Entsprechend der gegenständlichen Verordnung besteht die Möglichkeit, dass auf das Coronavirus positiv getestete Physiotherapeut*innen - Praxisbetreiber und -mitarbeiter*innen - in Praxen arbeiten, sofern sie symptomfrei sind. Wie bisher ist in der Physiotherapeutischen Praxis durchgehend eine FFP2-Maske zu tragen (unabhängig vom Vorliegen einer Corona-Infektion). „Dabei ist die Maske korrekt (insbesondere vollständige Bedeckung von Mund und Nase, regelmäßiges Wechseln der Maske) zu tragen“ gemäß § 3 Abs. 1 der Verordnung. Es ist dabei grundlegend zu berücksichtigen, dass diese Verordnung lediglich im Kontext der Verkehrsbeschränkung bundesweit für sämtliche Arten von Tätigkeiten (unspezifische) Mindestvorgaben für ein Tätigwerden/Diensteinsatz und die bloße Möglichkeit und allgemeine Grund-Voraussetzungen für die Tätigkeit verbindlich vorgibt. Sodass die Tätigkeiten/der Einsatz von Mitarbeitern speziell im Bereich der Gesundheitsversorgung unverändert an spezifische Schutzstandards gebunden und spezifische Sorgfaltskriterien zu beachten sind. Ein solches Vorgehen kann jedoch aufgrund der Infektionsgefahr insbesondere für vulnerable Patient*innen welche durch die Behandlung durch positiv getestete Personen ausgeht und nicht zuletzt auch aus haftungsrechtlicher Sicht (Haftung bei Infektion durch eingesetzte/tätige positiv getestete Personen, mögliche strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen) nicht empfohlen werden. Etwaige von der Verordnung abweichende Vorgaben der Dienstgeber für positiv getestete Mitarbeiter sind selbstverständlich zulässig und zu beachten. In Kranken- und Kuranstalten gilt ab 1.8.2022, dass auf das Coronavirus positiv getestete Mitarbeiter entsprechend der genannten Verordnung in Kranken- und Kuranstalten arbeiten dürfen.  Sonderregelungen bestehen bereits in zahlreichen Bundesländern – zum Stand 01.08.2022 wollen laut Medienberichten, außer den Bundesländern Niederösterreich und Salzburg, die anderen Bundesländer kein mit SARS CoV-2 infiziertes Personal im Spital einsetzen. Wie bisher ist eine FFP2-Maske zu tragen (unabhängig vom Vorliegen einer Corona-Infektion). Etwaige abweichende Vorgaben der Dienstgeber für positiv getestete Mitarbeiter sind selbstverständlich zulässig und zu beachten – das betrifft u.a. die Vorgabe konkreter/höherer Schutzmaßnahmen bei der Arbeit, die Umsetzung in der Verordnung formulierter Mindestmaßnahmen und darüber hinausgehender betrieblicher Maßnahmen zur Covid-Prävention als auch die zulässige Entscheidung der Dienstgeber/Einrichtungen den Einsatz infizierter Mitarbeiter an Patient*innen abzulehnen und dementsprechend die Mitarbeiter im Rahmen der zulässigen Dienstzuteilung anders einzusetzen. Arbeitsorte dürfen nicht betreten werden, wenn die Verpflichtung zum durchgehenden Tragen einer FFP2-Maske am Arbeitsort aus medizinischen Gründen, insbesondere bei Schwangerschaft, nicht möglich ist. Der Dienstgeber wird vom Einsatz der positiv Getesteten in jenen Fällen absehen müssen, in denen es aufgrund der örtlichen räumlichen/strukturellen Gegebenheiten nicht möglich ist, die Verkehrsbeschränkungen durchgehend (z.B. auch für die Mittagspause/erforderliche Pausen) entsprechend der Verordnung einzuhalten.

Was gilt für Patient*innen?

Positiv auf das Coronavirus getestete Patient*inneen dürfen – nach der neuen COVID-19-Verkehrsbeschränkungsverordnung (BGBl II 295/2022) – Praxen für Physiotherapie (den niedergelassenen Bereich wie u.a. Arzt-Ordinationen) nur dann aufsuchen, wenn das Tragen einer FFP2-Maske durchgehend möglich ist und dabei aufgrund der Art der Behandlung auch per se eingehalten werden kann. (Ausnahmen bestehen in medizinischen Notfällen, deren akute lebenserhaltende Erstversorgung, die eine Behandlungspflicht impliziert. Derlei Notfälle sind im Bereich der Physiotherapie aufgrund des Behandlungsspektrums nicht anzunehmen). Wie bisher (s. obig update 01. Juni 2022) müssen an diesen Orten unverändert alle Patient*innen (auch nicht positiv getestete)eine FFP2-Maske tragen. Es besteht auch weiterhin unverändert die Möglichkeit, alle Patient*innen (und Praxisbesucher*innen wie auch Mitarbeiter*innen) darauf hinzuweisen (optimaler Weise vorab und schriftlich per Aushang und tel. der Terminvereinbarung), dass ausschließlich negativ getestete Personen (Vorlage eines neg. PCR-Tests) physiotherapeutisch behandelt werden (in allen Settings - Praxis und Hausbesuch) und die Praxis ausschließlich unter der Voraussetzung des Vorweises einer negativen PCR-Testung Testung betreten werden darf, als auch weiterhin standardisiert eine vorherige telefonische Anmeldung als Voraussetzung für den Praxisbesuch/Hausbesuch zu handhaben.

02.08.2022
Update - Stand: 29. Juni 2022

Nach unserem aktuellem Informationsstand bleibt die pandemiebedingte Aussetzung der Bewilligungspflicht seitens der ÖGK auch weiterhin ab 01. Juli 2022 für den Wahlbereich bis auf Weiteres aufrecht. Ein Wiederinkrafttreten der Bewilligungspflicht ist generell derzeit seitens Physio Austria noch in Abklärung mit der ÖGK. Wir werden informieren, sobald eine Entscheidung der ÖGK zur Bewilligungspflicht vorliegt. 

29.06.2022
Update - Stand: 1. Juni 2022

FFP2- Maskenpflicht bleibt im niedergelassenen Bereich (Praxis) und auch in Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen unverändert bestehen

Am 01. Juni 2022 ist die 1. Novelle zur 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung (2. COVID-19-BMV) in Kraft getreten (hier abrufbar), welche vorerst bis zum Ablauf des 23. August 2022 in Geltung bleibt. Wie bereits entsprechend der offiziellen Ankündigung der Regierung informiert, sieht die erst mit 31.05.2022 veröffentlichte Verordnung nunmehr unverändert die Beibehaltung der FFP2-Maskenpflicht bei der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen als besonders vulnerable Settings (Krankenanstalten und Kuranstalten und sonstige Orte, an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden sowie Alten- und Pflegeheime) vor.

Die rechtliche Begründung der 1. Novelle (hier abrufbar) ist betreffend die FFP2-Maskenpflicht sehr klar sowohl in ihrer Zuordnung der „sonstigen Orte, an denen Gesundheits,- und Pflegedienstleistungen erbracht werden“ zu den vulnerablen Settings als auch zum unveränderten Erfordernis dementsprechend an diesen die FFP2-Maskenpflicht unverändert aufrecht zu erhalten: „Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Entwicklungen (Abklingen der Omikron-Variante) kann die Verpflichtung zum Tragen einer Maske auf besonders vulnerable Settings (Krankenanstalten und Kuranstalten und sonstige Orte, an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden sowie Alten- und Pflegeheime) eingeschränkt werden.“

Unverändert in Geltung bleibt auch die von Physio Austria in unserem Covid-19--NewsBlog bereits am 03. 05.2022 geschilderte Verpflichtung zur Führung eines COVID-19-Präventionskonzeptes als auch zur Benennung „COVID-19-Beauftragter“, welche weiterhin im § 4 der geltenden Fassung der 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung unter anderem auch für Physiotherapeut*Innen wie alle niedergelassenen Gesundheitsberufe vorgeschrieben ist. Wie bereits am 03. 05.2022 in diesem Blog dargestellt und zugänglich gemacht hat zur Erleichterung der Umsetzung dieser Verpflichtung Physio Austria für seine Mitglieder ein entsprechendes Ausfüll-Muster eines COVID-19-Präventionskonzeptes erstellt, welches den gesetzlichen Vorgaben entspricht und somit die Führung als auch Realisierung des Konzeptes erleichtert.

01.06.2022
Update - Stand: 24. Mai 2022

Aufgrund der Ankündigungen der Bundesregierung im Rahmen der Pressekonferenz vom 24. Mai 2022 wird darauf hingewiesen, dass das Tragen einer FFP2-Maskenpflicht in den sog. „besonders vulnerablen Bereichen“ auch nach dem 1. Juni 2022 weiterhin verpflichtend ist. Zu solchen „besonders vulnerablen Bereichen“ zählen u.a. Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen sowie der niedergelassene Bereich (Praxis einer/eines freiberuflich tätigen Physiotherapeuten/Physiotherapeutin).

FFP2-Masken werden daher auch nach dem 1. Juni 2022 weiterhin bei Ausübung der physiotherapeutischen Tätigkeit verpflichtend zu tragen sein.

Die spezifische Regelung betreffend der FFP2-Maskenpflicht für den Bereich der Krankenanstalten und Kuranstalten und sonstige Orte, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden, ist aktuell im § 6 Abs. 4 der 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung (kurz: 2. COVID-19-BMV) verortet, welche noch bis zum Ablauf des 8. Juli 2022 in Geltung sein soll (vorbehaltlich einer etwaigen Novellierung der aktuell geltenden 2. COVID-19-BMV).

Die geplante Lockerung der FFP2-Maskenpflicht, die mit 1. Juni 2022 umgesetzt werden soll, betrifft u.a. den Bereich des Handels und den Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel. Wobei der zuständige Gesundheitsminister betont hat, dass es sich lediglich um ein vorläufiges Pausieren der Maskenpflicht handelt und in diesen Bereichen eine Einführung der Maskenpflicht ab Herbst 2022 wahrscheinlich ist.

24.05.2022
Update - Stand 3. Mai 2022

Mit der 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung wurde seit Pandemiebeginn nunmehr erstmalig die Verpflichtung zur Führung eines COVID-19-Präventionskonzeptes als auch zur Benennung COVID-19-Beauftragter eingeführt. Sodass gemäß dem § 4 der aktuell in Geltung stehenden 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung diese Anforderungen durch freiberuflich tätige PhysiotherapeutInnen verpflichtend zu erfüllen sind – sofern nicht bereits auf freiwilliger Basis ein solches Präventionskonzept in Ihrer Physiotherapeutischen Praxis besteht. Physio Austria hat zur Erleichterung der Umsetzung dieser Verpflichtung für seine Mitglieder ein entsprechendes Ausfüll-Muster eines COVID-19-Präventionskonzeptes erstellt, welches den gesetzlichen Vorgaben entspricht und somit die Führung als auch Realisierung des Konzeptes erleichtert. Das Ausfüll-Muster von Physio Austria wird von zwei Anlagen begleitet, welche Ihnen im Downloadbereich für Mitglieder ebenfalls zum Download bereitstehen. Die weiteren Anlagen sind unter den im Dokument genannten Links unmittelbar auf der Website des BMSGPK abrufbar.

03.05.2022
Update - Stand: 27. April 2022

Am 6. April 2022 hat Physio Austria darüber informiert, dass dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (Krisenstab) eine dringende Anfrage betreffend die Möglichkeit von Gratistestungen für niedergelassene Berufsangehörige übermittelt hat. Die Anfrage zum Nachlesen finden Sie hier.

Kürzlich hat uns vom zuständigen Ministerium (Krisenstab) die Rückmeldung erreicht, dass der niedergelassene Bereich nicht als sog. vulnerabler Bereich im Sinne der Teststrategie sowie der COVID-19-ScreeningV zu qualifizieren ist. Folglich werden daher für die niedergelassenen Berufsangehörigen (Betreiber/Betreiberin einer physiotherapeutischen Praxis und dessen/deren MitarbeiterInnen) keine zusätzlichen Testkontingente zur Verfügung gestellt. Die niedergelassenen Berufsangehörigen und deren Mitarbeiter haben daher leider nur die Möglichkeit monatlich (max. 5 PCR-Test und max. 5 Antigentest pro Person) kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Nachstehend dürfen wir Ihnen die Originalantwort des Krisenstabes zur Verfügung stellen:

„Sehr geehrte […], vielen Dank für Ihre Nachricht und für die wertvolle Arbeit, die Sie und die Angehörigen Ihrer Berufsgruppe täglich leisten. Beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz langen derzeit sehr viele Anfragen ein, weswegen sich die Antwort ein wenig verzögert hat. Wir danken für Ihr dahingehendes Verständnis.

Im Rahmen der neuen COVID-19 Teststrategie wurde in der Verordnung betreffend die Festlegung von Screeningprogrammen im Rahmen der Bekämpfung von COVID-19 (COVID-19-ScreeningV) definiert, dass in vulnerablen Bereichen zusätzliche Testkontingente zur Verfügung gestellt werden können. Diese Bereiche sind in § 2 Z 2 leg. cit. aufgeführt.

Vulnerable Bereiche im Sinne der Teststrategie sowie der angesprochenen Verordnung zeichnen sich durch die hohe Anzahl an schutzbedürftigen Personen aus, die sich dort langfristig aufhalten (dauerhafte Bewohner:innen, stationäre Aufnahmen) und neben dem Kontakt zu Betreuungspersonal auch Kontakt untereinander pflegen. Da dies nicht auf den Bereich der freien Praxis der Physiotherapeut:innen zutrifft, wurde dieser im Rahmen der Teststrategie auch nicht als vulnerabler Bereich definiert.

Ihr Anliegen können wir aus Ihrer Perspektive gut nachvollziehen, ersuchen aber um Verständnis dafür, dass derzeit – auch angesichts der nun sinkenden Fallzahlen und der günstigen Prognosen – keine Ausweitung der kommunizierten Teststrategie auf Bereiche außerhalb von vulnerablen Settings geplant ist. 

Wir hoffen Ihnen mit dieser Beantwortung weitergeholfen zu haben und wünschen Ihnen ein herzliches „Bleiben Sie gesund“.

Mit freundlichen Grüßen Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz MeSaSt Krisenstab Covid-19“

27.04.2022
Stand - 20. April 2022

Geltende Regelungen ab dem 16. April 2022

Am 16. April 2022 ist die 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung (2. COVID-19-BMV) in Kraft getreten, welche vorerst bis zum Ablauf des 8. Juli 2022 in Geltung ist. Wie bereits zuvor medial angekündigt, sieht diese Verordnung weitreichende Lockerungen u.a. der FFP2-Maskenpflicht - mit Ausnahme für die Bereiche in welchen Kontakt mit vulnerablen Personen besteht – vor. Für die physiotherapeutische Berufsausübung gelten ab dem 16. April folgende Regelungen:

Hier können Sie die aktuelle 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung (2. COVID-19-BMV) im RIS abrufen.

A) PatientInnen, BesucherInnen und Begleitpersonen sind weiterhin verpflichtet, durchgehend eine „Maske“ zu tragen. Als Maske im Sinne der 2. COVID-19-BMV gilt eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard (siehe § 2 Abs. 1).

B) Freiberufliche PhysiotherapeutInnen („Betreiber“) und deren MitarbeiterInnen sowie freiberufliche PhysiotherapeutInnen als sog. externe GesundheitsdienstleisterInnen müssen bei unmittelbarem Patientenkontakt verpflichtend eine FFP2-Maske tragen, sofern das Infektionsrisiko durch technische Schutzmaßnahmen, wie die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden, nicht minimiert werden kann (siehe § 6 Abs. 4).

Anmerkung: Von einer FFP2-Maskenpflicht kann ausschließlich dann Abstand genommen werden, wenn das Infektionsrisiko durch geeignete Schutzmaßnahmen minimiert werden kann! Die in der Verordnung explizit angeführten Schutzvorkehrungen (Plexiglasscheiben oder Trennwände) stellen jedoch für die physiotherapeutische Berufsausübung keine geeigneten Schutzvorkehrungen dar, zumal für die Durchführung einer Krankenbehandlung oder präventiven Maßnahme unmittelbarer physischer Kontakt zu PatientInnen/KlientInnen unerlässlich ist.

Fazit: die FFP2-Maskenpflicht bleibt daher bei der physiotherapeutischen Berufsausübung unverändert bestehen.

C) Nur für MitarbeiterInnen und externe GesundheitsdienstleisterInnen von Krankenanstalten und Kuranstalten, Alten- und Pflegeheime sowie stationäre Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe sieht die 2. COVID-19-BMV neben der FFP2-Maskenpflicht zusätzlich eine 3-G Nachweispflicht (Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr) vor.

Anmerkung: Für den freiberuflichen physiotherapeutischen Bereich besteht trotz Abschaffung der 3-G Nachweispflicht unverändert die Möglichkeit, „[…] soweit für Arbeitsorte im Hinblick auf […] die Vorlage eines Nachweises einer geringen epidemiologischen Gefahr keine Regelungen mehr vorgesehen sind, […] – wie auch bisher – in begründeten Fällen über diese Verordnung hinausgehende, strengere Regelungen vorgesehen werden können […]“. Der Betreiber/die Betreiberin einer physiotherapeutischen Praxis hat daher die Möglichkeit, ergänzende Maßnahmen zum Infektionsschutz beizubehalten oder einzuführen (z.B. G-Nachweispflicht, regelmäßige Testpflicht des Teams).

20.04.2022
Update - Stand: 6. April 2022

Möglichkeit der Gratistestungen wurde auch für niedergelassene Berufsangehörige angeregt

Am 1. April 2022 hat Physio Austria bereits über die im Vorfeld intensiv diskutierte COVID-19-ScreeningV berichtet.

Da diese Verordnung nur unbeschränkte Zugriffsmöglichkeiten auf Gratistestungen für die freiberuflich tätigen Berufsangehörigen, die als „externe DienstleisterInnen“ in aufgezählten Einrichtungen, wie insbesondere in Krankenanstalten, Kuranstalten und Pflegeeinrichtungen tätig sind vorsieht, hat Physio Austria dem zuständigen Ministerium (Krisenstab) eine dringende Anfrage betreffend die Möglichkeit von Gratistestungen für niedergelassene Berufsangehörige übermittelt. Die Anfrage ist hier einsehbar.

Angeregt wurde nunmehr, dass auch jene freiberuflich tätigen PhysiotherapeutInnen, die an ihrem Berufssitz (Praxis) bzw. in Form von Hausbesuchen von ihrem Berufssitz aus regelmäßigen und unmittelbaren physischen Kontakt zu vulnerablen PatientInnen haben und daher die Praxen auch als sog. „vulnerable Orte“ zu qualifizieren sind, unbeschränkten Zugriff auf Gratistestungen erhalten sollen. Sobald uns eine entsprechende Rückmeldung vorliegt, werden wir wie in gewohnter Weise auf unserer Website darüber informieren.

06.04.2022
Update - Stand: 1. April 2022

Die medial bereits vor der Kundmachung in den angekündigten Eckpunkten intensiv diskutierte Verordnung zur aktuellen Teststrategie wurde erst gestern Abend den 31.03.2022 in den Bundesgesetzblättern kundgemacht. In dieser Verordnung sind nunmehr die Ausnahmegründe von der zahlenmäßigen Limitierung von Gratistestungen im Detail verbindlich geregelt. Hier können Sie die COVID-19-ScreeningV im RIS einsehen. Die Verordnung ist mit 01.04.2022 in Kraft getreten und das vorerst geplant Außerkrafttreten wurde mit Ablauf des 30. Juni 2022 festgesetzt.

Weiters legt die COVID-19-ScreeningV allgemein fest, zu welchen konkreten Zwecken, mit welchen Testmethoden und mit welcher Testhäufigkeit unter Berücksichtigung der jeweiligen epidemiologischen Situation auf Kosten des Bundes Testungen (Antigen-Testungen sowie PCR-Testungen) durchgeführt werden dürfen. Ganz allgemein gilt nunmehr, dass höchstens fünf molekularbiologische Tests auf SARS-CoV-2 (PCR-Tests) sowie höchstens fünf Antigentests pro Person und Monat kostenlos in Anspruch genommen werden können (siehe § 2 Abs. 1 COVID-19-ScreeningV).

Die von Physio Austria mit 15. März im Rahmen einer dringlichen Anfrage an das Bundesministerium angeregten Ausnahmen von der allgemeinen Testlimitierung sind für die freiberuflich Tätigen Berufsangehörigen, die als „externe DienstleisterInnen“ in aufgezählten Einrichtungen wie insbesondere in Krankenanstalten, Kuranstalten und Pflegeeinrichtungen tätig werden nunmehr in der Verordnung festgelegt! Bei den genannten Einrichtungen handelt es sich um besonders vulnerable Orte. Dementsprechend können einzelne Bundesländer je nach aktueller Lage verschärfte Maßnahmen (2,5-G Nachweispflicht plus Berufsgruppenscreenings) für den Zutritt in diesen vulnerablen Bereich vorsehen. Die aktuell geltenden regionalen Maßnahmen können Sie tagesaktuell unter der Corona-Ampel hier abrufen. Ergänzend weisen wir noch auf die in der Verordnung enthaltene Übergangsregelung in Bezug auf bereits bezogene PCR-Tests hin – diesbezüglich legt die VO fest, dass bis 30. April 2022 davon höchstens 5 Tests pro Person zusätzlich verwendet werden dürfen.

01.04.2022