Das Festsetzen des Preises für eine Behandlung obliegt jeder/jedem freiberuflichen Physiotherapeutin bzw. Physiotherapeuten im Wahlbereich selbst. Der Preis für eine Behandlung variiert mitunter nach der Behandlungsart und weiters natürlich auch nach der Dauer der Behandlung. Da ihre Physiotherapeutin/ihr Physiotherapeut sicherlich vor und während der Therapie mit Ihnen über die geplanten Behandlungen sprechen wird, können Sie natürlich auch nach einer Zusammenstellung der einzelnen Positionen mit ihren jeweiligen Preisen fragen.

Für PatientInnen, die von VertragstherapeutInnen oder WahltherapeutInnen mit einem Berufssitz in Österreich behandelt wurden oder präventive Angebote in Anspruch genommen haben, besteht die Möglichkeit eine Beschwerde bei Physio Austria einzubringen. 

Bei eingelangten Beschwerden informiert Physio Austria objektiv über den Beruf der PhysiotherapeutInnen und korrekte Behandlungsabläufe. Wenn Sie uns über eine Beschwerde, die Ihre Physiotherapie betrifft, in Kenntnis setzen, können wir Sie gegebenenfalls über das weitere, für Sie geeignete Vorgehen informieren und gegebenenfalls an die zuständigen Stellen wie Konsumentenschutz oder/und PatientInnenanwaltschaft, Ombudsstellen der Krankenversicherungsträger oder Bezirksverwaltungsbehörden verweisen.

Bei einem Hausbesuch kommt die Physiotherapeutin/der Physiotherapeut für die Durchführung der physiotherapeutischen Behandlung zu Ihnen nach Hause. Für Hausbesuche gelten die gleichen Voraussetzungen im Hinblick auf das Vorliegen einer ärztlichen Verordnung und etwaig auch chefärztliche Bewilligung bei einer Behandlung in der Praxis der Physiotherapeutin/des Physiotherapeuten.

Ein Hausbesuch wird in der Regel nur dann ärztlich verordnet, wenn ein solcher aufgrund der körperlichen Konstitution der Patientin/des Patienten medizinisch indiziert ist. Das ist bei einer fehlenden Mobilität der Patientin/des Patienten meist der Fall bzw. wenn ein Praxisbesuch aufgrund der Anreise für die Patientin/den Patienten nicht zumutbar wäre. Daneben könnte ein Hausbesuch jedoch auch ohne ärztlich festgestellte Notwendigkeit (fehlende Mobilität) durchgeführt werden, wenn dies die Erfordernisse der Behandlung dies zulassen und die/der PhysiotherapeutIn dies anbieten kann.

PhysiotherapeutInnen dürfen – falls vorhanden - auf Therapiemittel aus dem unmittelbaren Umfeld des Patienten/der Patienten zurückgreifen und diese im Rahmen der Behandlung einsetzen. Ebenso wäre es zulässig, je nach Bedarf und Zielsetzung, die persönlichen mobilen Therapiegeräte, wie z.B. Gymnastikbänder, Bälle, o.ä., zur Behandlung mitzubringen. 

Die Einholung einer chefärztlichen Bewilligung, welche eine Aussage über die Kostentragung und Umfang der Behandlung trifft, liegt in der Regel in der Verantwortlichkeit der Patientin/des Patienten bzw. der gesetzlichen Vertretung oder auch einer Vertrauensperson.  

Ihr/e verordnende Ärztin/ihr verordnender Arzt ist AnsprechpartnerIn für eine unter Umständen notwendige, genauere medizinische Begründung der Behandlung oder der Bereitstellung von zusätzlichen ärztlichen Befunden um deren Notwendigkeit für den Krankenversicherungsträger nachvollziehbar zu machen. Sollte es sich nicht um die erste Behandlungsserie handeln, kann auch die Bereitstellung von Unterlagen zum Behandlungsverlauf durch die behandelnde Physiotherapeutin/den behandelnden Physiotherapeuten oder im Rahmen der Neuverordnung durch die Ärztin/den Arzt durch den Chefärztlichen Dienst angefragt werden. Da die Bewilligung je nach Einschätzung durch die Chefärztin/den Chefarzt auch zusätzlicher Informationen über die Therapieziele, die Wirksamkeit der Therapie und die Notwendigkeit weiterer Therapieeinheiten bedarf, können Sie natürlich Ihre Physioherapeutin/Ihren Physiotherapeuten auf diese therapeutischen Fragen ansprechen. Die VertragstherapeutInnen mancher Krankenversicherungsträger (variiert derzeit noch nach Kassenvertrag) können ihren PatientInnen anbieten, die Verordnung direkt an den Krankenversicherungsträger zur chefärztlichen Bewilligung einzureichen Angemerkt wird, dass im Falle einer Behandlung durch eine VertragsphysiotherapeutIn der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) keine chefärztliche Bewilligung durch die ÖGK erforderlich ist.

PhysiotherapeutInnen mit einem Kassenvertrag werden als VertragstherapeutInnen bezeichnet. Durch diese vertragliche Bindung an den jeweiligen Krankenversicherungsträger sind VertragstherapeutInnen an strengere Auflagen gebunden. Die Behandlung erfolgt unmittelbar auf Kosten des jeweiligen Krankenversicherungsträgers dessen Vertragspartner die/der PhysiotherapeutIn ist. Die Versicherten erhalten die Behandlung daher gänzlich als unmittelbare Kassenleistung, wobei auch ein Zuzahlungsverbot an die VertragstherapeutInnen besteht. Daher wird das Behandlungshonorar des Physiotherapeutennicht denPatientInnen in Rechnung gestellt, sondern die Physiotherapeutin/der Physiotherapeut verrechnet ihr/sein Honorar direkt mit dem jeweiligen Krankenversicherungsträger (z.B. ÖGK, BVAEB, SVS)mit dem der Kassenvertrag besteht.

PhysiotherapeutInnen ohne Kassenvertrag werden als WahltherapeutInnen bezeichnet. PatientInnen müssen das Behandlungshonorar nach der Durchführung einer Behandlung an die Wahltherapeutin/den Wahltherapeuten begleichen und müssen hierüber eine aufgeschlüsselte Honorarnote erhalten, da kein Vertrag mit dem jeweiligen Krankenversicherungsträger besteht, der eine unmittelbare Honorarabrechnung gewährleisten würde. WahltherapeutInnen unterliegen der freien Honorargestaltung und sind nicht an die durch die gesetzliche Krankenlversicherung im Vertragsbereich geleisteten Vertragspartnerhonorare bzw. das vertraglich vereinbarte Leistungsspektrum der Kassenleistungen gebunden. Daher kann es vorkommen, dass Privatleistungen angeboten werden, für welche auch keine Kostenerstattung im Wahlbereich besteht – die WahlphysiotherapeutIn muss darüber zu informieren, ob es sich bei den Leistungen um Kassenleistungen handelt oder die Kostentragung im Wahlbereich ausgeschlossen ist.

Nach Abschluss der Behandlung und vollständiger Zahlung der Behandlungskosten, können PatientInnen unter Vorlage der aufgeschlüsselten Honorarnote und Zahlungsbestätigung um Kostenrückerstattung bei ihrem Krankenversicherungsträger ansuchen. Detaillierte Informationen welche Unterlagen bei der Einreichung vorzulegen sind finden Sie in unseren FAQs.. 

Sowohl für die Behandlung bei WahltherapeutInnen, als auch bei VertragstherapeutInnenist das Vorliegen einer ärztlichen Verordnung eine notwendige Voraussetzung für eine Behandlung. Bitte beachten Sie, dass die seit März 2020 durch die ÖGK, als auch durch die BVAEB im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie beschlossene Aussetzung der Bewilligungspflicht bis auf Widerruf aufgrund der pandemischen Lage weiterhin in Geltung ist. Über die aktuellen Rahmenbedingungen der Behandlung welche auch während der Pandemie eine sichere Behandlung gewährleisten sollen, informiert Ihr Versicherungsträger bzw. die/der behandelnde PhysitherapeutIn. Folglich müssen PatientInnen der ÖGK und BVAEB vor Therapiebeginn grundsätzlich NICHT um die chefärztliche Genehmigung ansuchen. (In Einzelfällen kann eine Kontaktaufnahme mit dem Chefärztlichen Dienst zur Absicherung der Kostentragung für besondere Behandlungsleistungen sinnvoll sein).

Die chefärztliche Bewilligung ist eine Aussage im Namen des jeweiligen Krankenversicherungsträgers im Hinblick auf die Kostentragung für die konkrete Behandlung. Der Chefarzt prüft ganz individuell das Vorliegen der Voraussetzungen für die konkrete Behandlung, prüft jedoch nicht im Detail, ob die ärztlich verordnete Physiotherapie dem Stand der medizinischen Wissenschaft und Erfahrung entspricht. 

Der chefärztliche Dienst ist berechtigt die ärztliche Verordnung auch in der Behandlungsart und in deren Umfang zu ändern. Ist dabei der Krankenversicherungsträger – durch den Chefarzt – der Meinung, dass die krankenversicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme der Physiotherapie nicht vorliegen, darf die ärztliche angeordnete Maßnahme von der Physiotherapeutin/dem Physiotherapeuten trotzdem durchgeführt werden. Die Kosten für diese vom Krankenversicherungsträger nicht „bewilligten“ Maßnahmen hat dabei jedoch zur Gänze der Patient zu tragen. Die Bewilligung bezieht sich daher lediglich auf die Kostenübernahme und nicht auf die rechtmäßige Durchführung der Maßnahmen.

Im Falle einer chefärztlichen Ablehnung hat die Patientin/der Patient die Möglichkeit diese Ablehnung anzufechten. Voraussetzung dafür ist der „Bescheid über die Entscheidung der Ablehnung seines Antrages auf Bewilligung“.

Bei VertragsphysiotherapeutInnen, die einen Kassenvertrag mit der ÖGK besitzen und Sie daher als KassentherapeutInnen behandeln, besteht ab 01.01.2022 (bis mind. 2024) bundesweit keine chefärztliche Bewilligungspflicht. Die meisten anderen Krankenversicherungsträger verlangen das Vorliegen der chefärztlichen Bewilligung bereits VOR Beginn der ersten Behandlungseinheit wenn die Behandlung im Rahmen eines Hausbesuches erfolgt oder auch nach der ersten Behandlungseinheit aber VOR einer der weiteren Behandlungseinheiten sollte kein Hausbesuch erfolgen. Im Falle des Nichtvorliegens einer solchen Genehmigung besteht das Risiko der nachträglichen Kostenverweigerung durch den Krankenversicherungsträger. Das Einreichen der ärztlichen Verordnung liegt in der Regel in der Verantwortung des Patienten, dessen gesetzlichen Vertreters bzw. dessen Vertrauensperson. 

Sollte aufgrund des Krankheitsverlaufes der sofortige Therapiebeginn indiziert sein und liegt die chefärztliche Bewilligung noch nicht vor, so wird ein Therapiebeginn in der Regel vom Krankenversicherungsträger geduldet, obwohl dies de facto gegen die formalen Voraussetzungen verstößt.

Bitte beachten Sie, dass die seit März 2020 durch die ÖGK, als auch durch die BVAEB im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie beschlossene Aussetzung der Bewilligungspflicht bis auf Widerruf weiterhin in Geltung ist. Folglich müssen die Versicherten dieser Krankenversicherungsträger vor Therapiebeginn NICHT um die chefärztliche Genehmigung ansuchen. (Bei der SVS ist jedoch die chefärztliche Bewilligungspflicht auch seit Pandemiebeginn weiterhin bestehend.)

Ja, für bereits erbrachte Leistungen besteht ein Anspruch auf Honorierung in der vorab vereinbarten Höhe. 

PatientInnen müssen aufgrund der berufsgesetzlichen Informationspflichten von PhysiotherapeutInnen im Rahmen der physiotherapeutischen Aufklärung u.a. auch über die Höhe der Behandlungskosten, über die Möglichkeit der teilweisen Kostenrückerstattung durch z.B. Krankenversicherungsträger, Sozialhilfeträger, private Versicherung als auch über die Folgen eines etwaigen Zahlungsverzuges aufgeklärt werden. Der Sinn und Zweck besteht darin, dass Ihnen durch die klare Preisinformation eine selbstbestimmte Entscheidung über die Behandlung ermöglicht werden soll.

Diese Information kann sowohl mündlich und/oder schriftlich erfolgen, z. B. im Rahmen der telefonischen mündlichen Terminvereinbarung oder durch Aushang entsprechender Allgemeiner Geschäftsbedingungen (AGBs) im Behandlungs- bzw. Wartebereich der Praxis. 

Die Beurteilung, ob die Information über die Kosten und Zahlungsmodalitäten in nachvollziehbarer Art und Weise erfolgt ist oder ob ggf. von einer Zahlung Abstand genommen werden kann, kann vonseiten des Berufsverbandes immer nur nach einer individuellen Prüfung des Einzelfalles beurteilt werden.

Die physiotherapeutische Anamnese und Befunderhebung sind wesentlicher Bestandteil der physiotherapeutischen Tätigkeit und Grundlage für die Erstellung der physiotherapeutischen Diagnose, welche die Basis für die Vereinbarung der Therapieziele und den Behandlungsplanung darstellt. Diese kann je nach Beschwerdebild auch sehr umfassend sein und ist ein Bestandteil der Therapie und wird auch als Therapiezeit gewertet, welche auch in Rechnung gestellt werden darf.

Grundlage für jedes Tätigwerden am Patienten/Klienten ist eine ausreichende Aufklärung über die Rahmenbedingung der Behandlung, sowie die in weiterer Folge erteilte gültige Einwilligung der Patientin/des Patienten, der Klientin/des Klienten oder der gesetzlichen Vertretung. Aufgrund der unmittelbaren Bindung der Behandlung/ des präventiven Angebots an eine Einwilligung kann die Behandlung jederzeit durch einen Widerruf der Einwilligung ohne Angabe von Gründen beendet werden. Sollten Sie beabsichtigen eine Behandlung vorzeitig zu beenden, können Sie die Gründe dafür darlegen, jedoch besteht keine zwingende Verpflichtung die Physiotherapeutin/den Physiotherapeuten darüber zu informieren

Im Falle eines Behandlungsabbruches sollten Sie diesen auch unbedingt zeitnah kommunizieren, zumal so die bereits vereinbarten Behandlungstermine entsprechend abgesagt werden können und dadurch eine Verrechnung von nicht rechtzeitig stornierten Terminen vermieden werden kann. Bitte beachten Sie, es können Ihnen nur dann Kosten für die nicht rechtzeitige Stornierung in Rechnung gestellt werden, wenn die Stornierungsbedingungen Ihnen gegenüber vorab mündlich, schriftlich oder konkludent kommuniziert wurden. 

Auch empfehlen wir Ihnen, Ihre/Ihren PhysiotherapeutIn über den Behandlungsabbruch in schriftlicher Form in Kenntnis zu setzen, damit eine Honorarnote und Zahlungsbestätigung über die durchgeführten und bezahlten Behandlungseinheiten ausstellt wird.

Sollten Sie die Behandlung bei einer/einem WahlphysiotherapeutIn wahrgenommen haben, haben Sie Anspruch auf die Ausstellung einer aufgeschlüsselten Honorarnote oder einer Sammelhonorarnote (dh. abschließende Aufstellung über die erfolgten und bezahlten Behandlungen), die sofern es sich um eine Kassenleistung handelt, zur Einreichung für die Kostenrückerstattung bei Ihrem Krankenversicherungsträger geeignet ist.

Im Falle eines vorzeitigen Behandlungsabbruches empfehlen wir Ihnen Ihren Krankenversicherungsträger im Zuge der Einreichung der Kostenrückerstattung über den Abbruch zu informieren um ggf. etwaige Leistungsansprüche nicht zu verlieren. Es steht Ihnen dabei frei, die Gründe dafür zu nennen. 

Eine Behandlung endet üblicherweise im Einvernehmen zwischen der Physiotherapeutin/ dem Physiotherapeuten und der Patientin/dem Patienten. Beiden Seiten steht es darüber frei, die Behandlung jederzeit und ohne Angabe von Gründen abzubrechen. Häufig wird eine Behandlung beendet, da diese nicht zu dem gewünschten bzw. vereinbarten Erfolg geführt hat, eine andere Behandlungsmaßnahmen medizinisch-therapeutisch angezeigt wäre oder mangels der Mitwirkung der Patientin/des Patienten. Auch wäre ein vorzeitiger Behandlungsabbruch gerechtfertigt, wenn die Patientin/der Patient mehrmals unentschuldigt der Behandlung fernbleiben würde. Im Sinne der Transparenz und aufgrund des bestehenden Vertrauensverhältnisses sollte der/die behandelnde PhysiotherpaeutIN Sie über den Grund des Behandlungsabbruches in Kenntnis setzen. 

Eine Weiterführung der ärztlich verordneten Therapie bei einem/einer anderen PhysiotherapeutIn ist zulässig und möglich. Im Falle einer Weiterführung wäre es für die Kontinuität der Behandlung ratsam eine Kopie der physiotherapeutischen Dokumentation zu verlangen und dem mit der weiterführenden Behandlung betrauten Physiotherpeutin/dem anderen Physiotherapeuten auszuhändigen. PatientInnen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Einsicht in die physiotherapeutische Dokumentation sowie das Recht die Herstellung von Kopien (gegen Kostenersatz) zu verlangen.

Achten Sie bei der Auswahl der Physiotherapeutin/des Physiotherapeuten auf den Fachbereich, in welchem sie/er tätig ist. D.h. haben Sie sich z.B. einer orthopädischen Operation wie z.B. eine Kniegelenksersatzoperation unterzogen oder leiden Sie an Fehlstellungen und/oder Beschwerden an der Wirbelsäule wie z.B. eine Skoliose, eine Spondylolisthese oder einen Bandscheibenvorfall dann wählen Sie eine Physiotherapeutin/einen Physiotherapeuten, welche/welcher im Fachbereich Orthopädie tätig ist. 

Bei neurologischen Erkrankungen, wie Multipler Sklerose, Parkinson oder z.B. nach einem Schlaganfall, sollten Sie eine Physiotherapeutin/einen Physiotherapeuten auswählen, welche/welcher im neurologischen Bereich tätig ist. Sollte eine/r PhysiotherapeutIn aus fachlichen Gründen die Durchführung einer Behandlung nicht möglich sein oder auch deren Abbruch geboten sein, sollten Sie darüber informiert werden und Ihnen nach Möglichkeit auch die entsprechenden Hinweise dazu gegeben werden, wonach sich die Auswahl von BehandlerIn aufgrund von individueller Diagnose und Behandlungsbedarf richten könnte.

Vor einer allfälligen Einreichung der Honorarnote bei dem zuständigen Krankenversicherungsträger (z.B. ÖGK, BVAEB) muss die Patientin/der Patient das vollständige Honorar bezahlt haben. 

Für die Kostenrückerstattung ist die Einreichung der bezahlten Originalhonorarnote samt dem Zahlungsnachweis (bei Barzahlung der Saldierungsvermerk, bei Zahlung mit Erlagschein der Einzahlungsnachweis, bei elektronischer Bezahlung der Nachweis der Abbuchung) und gegebenenfalls die Beilage der bewilligten, ärztlichen Verordnung notwendig. Angemerkt wird, dass bei der BVAEB und der ÖGK pandemiebedingt die ärztlichen Bewilligungspflicht bis auf Widerruf ausgesetzt wurde. Folglich muss die ärztliche Verordnung nicht zwingend vorab bewilligt werden. 

Die Einreichung kann sowohl die Patientin/der Patient höchstpersönlich durchführen, als auch eine Vertrauensperson für sie/ihn übernehmen. 

Da der Anspruch der Patientin/des Patienten auf Kostenrückerstattung gegenüber dem eigenen Krankenversicherungsträger besteht, liegt die Einreichung der notwendigen Unterlagen in der Verantwortung und letztlich auch in der Entscheidung der Patientin/des Patienten.