Sport
Damit Sie auch morgen noch laufen

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Erfolgreich Reserven mobilisieren

Sport ist gesund, aber nicht nur das. Er macht auch Spaß. Egal, ob man hochgesteckte Ziele anpeilt und endlich einen Marathon zu Ende laufen oder den Glockner im Radsattel bezwingen will, ob man sich am Tennisplatz einer Herausforderung stellt oder ob man mit FreundInnen eine gesellige Runde Golf spielen will – eines ist immer gleich: Man will es immer ein bisschen besser machen. Ein bisschen schneller sein, ein bisschen weiter kommen, ein
bisschen präziser den Ball treffen. Und dann dieses angenehme Erfolgsgefühl genießen, „etwas getan“ zu haben, eigene Reserven mobilisiert zu haben.

Mitunter schlägt das Erfolgsgefühl allerdings ins Gegenteil um: Rund 50.000 „spitalsreife“ Verletzungen von SchifahrerInnen pro Jahr in Österreich, unzählige ramponierte Bänder und Gelenke von LäuferInnen, Fußball- oder TennisspielerInnen sind ein schmerzhafter Beweis. Meist sind einseitige Belastungen und Überlastungen am Bewegungssystem die Ursache dafür. Fehlendes Training von Koordination, Kraft und Ausdauer führt immer wieder zu schmerzhaften Überlastungsschäden und Verletzungen. Das muss nicht sein.

Sportlich aktiv mit Physiotherapie

Jede/r ProfisportlerIn – egal ob SchirennläuferIn, Tennis- oder FußballspielerIn – vertraut ihnen: Den SportphysiotherapeutInnen.
Und was für die Besten Gang und Gäbe ist, machen sich zunehmend auch Sportvereine und HobbysportlerInnen zu nutze: Sie lassen sich von speziell ausgebildeten PhysiotherapeutInnen betreuen. Ohne sie ist die erfolgreiche Ausübung von Leistungs-, Breiten- und Behindertensport nicht mehr vorstellbar.

SportphysiotherapeutInnen kommen dabei nicht nur in den Bereichen der Rehabilitation und Therapie zum Einsatz, sondern auch im Rahmen der Vorbeugung (Prävention) von Überlastungsschäden und Verletzungen. Sie erstellen auf der Basis einer Sportart-Analyse und leistungsdiagnostischen Tests maßgeschneiderte Trainingspläne, um die optimale Wettkampffähigkeit (wieder) zu erreichen. Mit speziellen Übungen und Trainingsgeräten werden je nach ausgeübter Sportart Kraft, Ausdauer, Balance und typische Bewegungsabläufe trainiert. Begleitende Maßnahmen während des Trainings und des Wettkampfes verhindern Fehlentwicklungen und Verletzungen, und tragen zur Leistungsoptimierung bei.

Lassen Sie sich von Ihrem/r PhysiotherapeutIn beraten, bevor Sie mit Ihren sportlichen Aktivitäten beginnen. Die PhysiotherapeutInnen zeigen Ihnen, wie auch Grundlagentraining Spaß machen kann.

Skoliose und Sport

Skoliose ist eine Seitverbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Dadurch kommt es zum Längenverlust und zu einer Verformung des Rumpfes. Zusätzlich kommt es bei einer typischen Skoliose zur Ausbildung eines Flachrückens im Bereich der Brustwirbelsäule.

Um dem Voranschreiten der Krümmungen möglichst früh entgegenzuwirken und möglichst optimale Korrekturstellungen der Wirbelsäule zu erarbeiten, ist gezielte Physiotherapie notwendig. Schreitet die Progredienz trotz intensiver Therapiemaßnahmen weiter voran, wird bei Kindern und Jugendlichen zusätzlich zur Physiotherapie ein Korsett verordnet.

Die Entscheidung, ob eine Korsettversorgung notwendig ist, ist immer von mehreren Faktoren abhängig und sollte individuell erfolgen. Grundsätzlich werden Korsette für Kinder und Jugendliche verordnet, welche sich noch im Wachstum befinden, da in dieser Phase mit einer Progredienz zu rechnen ist. Bei PatientInnen, mit Krümmungen unter 15+5° Cobb wird im Normalfall von einer Korsettversorgung abgesehen, bei Krümmungen über 20+5° ist hingegen eine Korsettversorgung indiziert.

Das Korsett sollte 23 Stunden täglich getragen werden, da damit die besten Korrekturergebnisse zu erzielen sind. Davon abweichende Tragezeiten sind mit dem behandelnden Arzt/ der behandelnden Ärztin zu klären. Für jegliche sportliche Aktivität wird das Korsett abgenommen, wobei Sport und physiotherapeutische Übungen zur Tragezeit des Korsetts gerechnet werden dürfen.

Während der Zeit der Korsettversorgung sollte auf jeden Fall eine physiotherapeutische Betreuung erfolgen, um eine muskuläre Stabilisation zu gewährleisten. Diese regelmäßigen Termine haben aber auch den Zweck, die Motivation für das Tragen des Korsetts aufrecht zu halten.

Die Abschulung des Korsetts erfolgt mit Ende des Knochenwachstums. Die Phase der Entwöhnung vom Korsett ist ein Prozess, in dem die Intensität der physiotherapeutischen Betreuung gesteigert werden muss, um das erreichte Korrekturergebnis erhalten zu können – auch ohne die stützende Wirkung des Korsetts.

Wollen Sie mehr über Skoliose erfahren, klicken Sie hier: Was ist Skoliose?