Fit mit Philipp
Interview mit Philipp Jelinek

"Nur gemeinsam können wir sehr viel bewegen!"

Text: Redaktion Physio Austria, Interviewpartner: Philipp Jelinek

Er hat das Momentum erkannt und genutzt. Philipp Jelinek hat spontan reagiert und kurz nach dem ersten Corona-Lockdown dem ORF ein Konzept für tägliche Bewegungseinheiten präsentiert. Gedacht, getan und ab dem Frühjahr 2020 nahm „Fit mit Philipp“ seinen Lauf. Der Austausch mit einer Physiotherapeutin ist bei der Konzeption des Formates sowie für die Bewegungseinheiten der einzelnen Folgen ganz wichtig. Über 650 Sendungen nach dem Start der Erfolgsserie trafen wir den einstigen Ironman Hawaii-Teilnehmer zum Interview.

 

„Fit mit Philipp“ ist stark mit der Covid-Pandemie verbunden. Sie haben der ORF-Führung spontan das Konzept vorgelegt und binnen kurzer Zeit stand die erste Sendung, zwei Wochen nach dem ersten Lockdown – ein kurzer Rückblick?

Philipp Jelinek: Spontan und schnell, das war es. Am 20. März 2020 um ca.17:23 die Idee via Mail an den ORF-Channel Manager Alexander Hofer geschickt, fünf Minuten später kam das Ok, verbunden mit der Frage, wie setzen wir es um. Ich war total perplex und dachte mir, was mach ich jetzt? Der Rest ist Geschichte.

 

Mit dem Sendetermin auf ORF 2 am frühen Vormittag erreichen Sie vorrangig ältere Menschen – was kann getan werden, damit auch Kinder und Jugendliche in Bewegung kommen und bleiben?

Philipp Jelinek: Was für Menschen in der zweiten Lebenshälfte gedacht war, hat sich zur Bewegungseinheit für Jung und Alt entwickelt, vom 4-Jährigen bis zur 95-Jährigen. Wir haben bereits einige Schulen in ganz Österreich die bei uns mitmachen, wie z.B. die Mittelschule Leopoldau im 21. Wiener Gemeindebezirk die von Beginn an dabei ist. Meine Mission, mein Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich täglich „Fit mit Philipp“ machen, um ihnen neben der schulischen auch eine körperliche Basis und Ausbildung mitzu- geben, damit unser Gesundheitssystem über kurz oder lang nicht kollabiert

 

"Vorturner der Nation“ oder „Ilse Buck 2.0“ – schmerzen solche Marketing-Etiketten oder sind sie auch Bestandteil des Erfolges?

Philipp Jelinek: Es ist mir eine Ehre als Ilse Buck 2.0 bezeichnet zu werden. Sie hat Österreich 33 Jahre lange im Radio fit gehalten. Das heißt, ich muss noch mindestens bis zu meinem 85-ten Lebensjahr turnen. (Lacht)

 

Sport und Bewegung prägen Ihr Leben – wie wichtig ist dabei der Austausch mit Physiotherapeut*innen – sowohl in der Prävention als auch in der Rehabilitation?

Philipp Jelinek: Extrem wichtig! Physiotherapeutische Expertise ist ein wichtiger Teil von Fit mit Philipp. Und ohne diese würde es mir wahrscheinlich nach all meinen Verletzungen heute nicht so gut gehen. Ich denke nur gemeinsam, also alle die sich für die Gesundheit der Menschen einsetzen, Therapeut*innen, Trainer*innen u.v.m. und dem medialen Hebel von Fit mit Philipp können wir sehr viel bewegen.

 

Apropos: In Ihrem Team sind eine Medizinerin, eine Physiotherapeutin und ein Sporttherapeut – wie wichtig ist und war deren Expertise in der Konzeption und Gestaltung der Fit mit Philipp-Einheiten?

Philipp Jelinek: Wir sind im regelmäßigen Austausch vor allem mit Sporttherapeut und Jugendfreund Thomas Schmal. Seit dem vierten Tag der Sendung telefonieren wir so gut wie täglich. Uns ist es immer wichtig 100 Prozent abzuliefern. Natürlich gehören auch Spaß und Schmäh dazu, die Qualität der Übungen steht jedoch stets im Vordergrund!

 

Nun ist auch das Buch „Fit mit Philipp“ im Handel erhältlich – ein paar Worte zum Inhalt?

Philipp Jelinek: Das Buch ist passiert, so wie viele andere Dinge bei Fit mit Philipp. Das kannst du nicht planen. Es beschriebt die Entstehung der Sendung, meinen doch sehr langen Weg zum Erfolg und es hat die Extraportion Motivation!

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2022|12

Bewegt-Magazin Dezember 2022

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