Therapie im Erwachsenenalter

Bei erwachsenen Personen muss davon ausgegangen werden, dass bestimmte Anteile der Skoliose bereits fixiert sind und sich einzelne Wirbelkörper entsprechend den Krümmungen verformt haben. Daher steht bei dieser Personengruppe weniger die Krümmungsreduktion im Fokus, sondern die Reduzierung der Sekundärschäden wie Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Organbelastungen. Eine Aufrichtung soll natürlich im Rahmen der Möglichkeiten erarbeitet werden. Dies geschieht durch eine verbesserte muskuläre Koordination und der Erarbeitung physiologischer Bewegungsabläufe.

Da Skoliosen über 25° auch im Erwachsenenalter progredient bleiben können, ist es ein wichtiges Therapieziel der weiteren Krümmungszunahme entgegenzuwirken. Ob es tatsächlich zu einer Krümmungszunahme kommt und wie stark diese ausfällt, ist von vielen verschiedenen Einflussfaktoren abhängig, wie beispielsweise der beruflichen Tätigkeit, der Alltagsgestaltung und diverser körperlicher Voraussetzungen. Eine individuelle Bewertung der vorliegenden Situation ist in jedem Fall erforderlich.

Erwachsene SkoliosepatientInnen werden üblicherweise nicht korsettversorgt.

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