Skoliose und Schwangerschaft

Prinzipiell schließt das Krankheitsbild der Skoliose eine Schwangerschaft keinesfalls aus.
Es ist jedoch anzumerken, dass bei Frauen, welche Winkelwerte von über 30° aufweisen, eventuell während und nach der Schwangerschaft mit einer Krümmungszunahme zu rechnen ist.

Durch die hormonell bedingte Lockerung der Bänder und damit der Gelenke, kann sich die Skoliose verstärken. Daher raten manche Experten dazu, mit Schwangerschaften bis nach dem 28. Lebensjahr zu warten, da ab diesem Alter die Wirbelsäule weniger wahrscheinlich in die Skoliose abweicht. Es gibt jedoch keine Studien, die eine Zunahme der Krümmung vor dem 28. Lebensjahr bei schwangeren Personen eindeutig belegen.

Bei operierten Frauen ist in vielen Fällen mit einem Kaiserschnitt zu rechnen, vor allem, wenn sich die operativ versteiften Abschnitte in der Lendenwirbelsäule befinden.
Wir empfehlen schwangeren Frauen mit Skoliose (sowohl operierten als auch nicht operierten Betroffenen) während dieser Zeit und auch in der Zeit nach der Geburt physiotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eventuellen Verschlechterungen vorzubeugen.

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