Fr., 27.03.2020

Update - Stand: 27. März 2020, 21:28 Uhr

Der Vorschlag für Standards für Großpraxen zur akutphysiotherapeutischen Versorgung ist heute als Arbeitspapier von uns an das Sozialministerium übermittelt worden. [Nachtrag 20. April 2020: Die Standars wurden überarbeitet und sind in der alten Version nicht mehr abrufbar.] Wir sind wesentlich deutlicher als die soeben online gegangenen allgemeinen Handlungsempfehlungen des Ministeriums.

Es ist aus unserer Sicht extrem wichtig, ehebaldigst ein geordnetes Szenario und Sicherheit für unsere KollegInnen und PatientInnen anzubieten und wir sehen es als unsere Verantwortung, dem Ministerium einen tragfähigen Vorschlag mit der Bitte um klare Handlungsrichtlinien zu unterbreiten. Dieser Verantwortung kommen wir hiermit nach. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, unserem Versorgungsauftrag gerecht zu werden, indem wir einerseits in der Aktuversorgung unsere Verantwortung als Gesundheitsberuf wahnehmen und andererseits das Ansteckungsrisiko minimieren.

Aus Sicht von Physio Austria ist dies allerding nur unter der Prämisse eines geordneten Vorgehens möglich, um eine möglichst sichere Versorgung der akutphysiotherapeutischen PatientInnen und möglichst sicheres Arbeiten von TherapeutInnen zu gewährleisten. Wir plädieren deshalb darüber hinaus für eine Listung von Praxen, die nach diesen Standards arbeiten und in weiterer Folge hilfesuchenden PatientInnen als Anlaufstellen genannt werden können (von zB Spitälern, PVZ, der ÖGK, ÄK, Physio Austria). Hier könnte auch ein Sachleistungsangebot der ÖGK, SVS und BVAEB installiert werden. Gespräche dazu laufen.

Eine generelle Praxisschliessung ist aus Sicht der Behörde derzeit nicht angedacht. Wenn es zu einer behördlichen Schliessung von Praxen in z.B. Quarantänegebieten kommen sollte, könnte in diesen definierten Praxen akutphysiotherapeutische Versorgung weiterhin angeboten werden. Die Bereitstellung der nötigen Schutzmaßnahmen (Masken etc.) soll von den Behörden erfolgen, das wurde uns zugesagt.

 

Weiterhin betonen wir, dass wir für ALLE PhysiotherapeutInnen eintreten. Es ist nicht akzeptabel, dass jene KollegInnen, die aus welchem Grund auch immer keinen Anspruch auf Gelder aus dem Härtefallfonds haben, nun ohne Unterstützung dastehen sollen.