World Congress of Sports Physical Therapy

Am 6. und 7. Oktober 2017 fand in Belfast der zweite World Congress of Sports Physical Therapy unter dem Motto "Optimal Loading in Sport" statt.

„Der Nordirlandkonflikt ist beendet, die Mauern zwischen protestantischen und katholischen Vierteln sind noch da“ wurde noch vor 2 Jahren in „Der Zeit“ berichtet. Als ich gehört habe, der zweite Weltkongress der Sportphysiotherapie findet in Belfast statt, sind mir sofort die Meldungen über Bombenanschläge aus den 1970er- und 1980er-Jahren eingefallen. Aber Belfast versucht sich seit 10 Jahren anders zu zeigen. Belfast besinnt sich auf seine Vergangenheit: TITANIC. Die Titanic wurde von 1910 bis 1912 auf der damals größten Werft gebaut. Sie ist ja auch noch im gleichen Jahr auf der ersten Atlantiküberquerung gesunken, obwohl sie als unsinkbar galt. 2012 wurde deshalb das Titanic Centre eröffnet, ein imposantes Gebäude, dass ein eindrucksvolles Museum und in den obersten Stockwerken ein Kongresszentrum beinhaltet. Der Kongresssaal ist dem Salon der Titanic nachempfunden.

„Optimal Load“ – die perfekte Belastung für jedes Gewebe: Muskel, Sehne, Knochen, Nerven- Kapselgewebe in Prävention und Rehabilitation.

Wie viel Belastung verträgt unser Gehirn und unser Nervensystem? Welche Rolle spielt die Ermüdung? 600 Kolleginnen und Kollegen aus 32 Ländern sind deshalb am 6. und 7. Oktober 2017 nach Belfast zu diesem zweitägigen Symposium gekommen. Vom Netzwerk Sportphysiotherapie waren Siegrid Egger, Maria Kormann, Barbara Kern und Karl Lochner vor Ort.

Wie schon beim Sportphysiotherapiesymposium in Salzburg wurde versucht klinische Forschungsergebnisse und praktische Anwendungen in zwei Vorträgen hintereinander zu kombinieren.

Einige Kernaussagen des Kongresses, die anwendbar sind, nicht nur für den Hochleistungssport:

  • Rehabilitation findet aktiv statt = Exercise Rehabilitation
  • frühzeitiger Beginn der Physiotherapie ermöglicht eine schnellere Wiederaufnahme der Tätigkeit
  • die mentale Ermüdung (Fatique) stellt einen großen Einflussfaktor dar
  • mentales Training ist wichtig (mental thoughness training)
  • Der Terminus der „Black Box“ – wir wissen nicht (immer), was unsere Klienten alles machen (Ernährung, Schlaf etc. ...)
  • „Movements and Memory are the keys“, das Miteinbeziehen von Forschungsergebnissen aus der Schmerzforschung
  • Eigenverantwortlichkeit unserer KlientInnen schulen
  • Rehabilitation ist Teamarbeit „everyone has to take some ownership of load“.

 

Karl Lochner/Maria Kormann