Third World Congress of Sports Physical Therapy VANCOUVER 2019

Hier finden Sie einen Kongressbericht und eine Zusammenfassung der Veranstaltung.

High Performance to clinical practice

... und warum wir uns nicht gerne „konservativ“ behandeln lassen
... und „easy access“  vermutlich besser vermittelbar ist als „direct access“
... screening Maßnahmen in der Prävention keinen Rückschluss auf das Auftreten einer Verletzung haben
.... physiotherapeutische Forschung vor allem Auswirkung auf die klinische Praxis haben soll

711 Teilnehmer aus 30 Nationen – 4046 Tweets – 17,5 Millionen Impressions
Der 3. Weltkongress der Sportphysiotherapie fand am 4. und 5. Oktober 2019 in Vancouver, der Olympiastadt 2010, statt.

Leadership – Decision making – Mentorship – Collaboration -  Inspiration – bridging gaps – Sex & Gender in Sport ?
Inhalte eines Kompetenzprofils? Nein, Hauptthemen des Kongresses. 

Häufig müssen PhysiotherapeutInnen unseren PatientInnen Hilfe geben über die Wahl der Therapieform: „konservativ“ oder „nicht operativ“. Die Wortwahl entscheidet oftmals.

Machen Untersuchungen und/oder Screenings Sinn in der Prävention?
Roald Bahr: Injury prevention intervention should be aimed at high risk groups, not high risk indiviuals. Aber: Screening und Testverfahren in der Anpassung der Rehamassnahmen und beim Wiedereinstieg in eine gewünschte Aktivität sind notwendig!

Rod Whiteley und Christian Barton plädieren für einen Brückenschlag zwischen physiotherapeutischer Forschung und klinischer Praxis. Physiotherapeutische Forschung muss anwenderorientiert stattfinden.

Noch stiefmütterlich behandelt wird das Thema „Concussion“ in Österreich. Anthony Schneiders brachte ein Update. Lara Boyd betonte die positiven Auswirkungen auf das Gehirn durch Bewegung sowie die durch motorisches Lernen induzierte Myelin Vermehrung im gesunden Hirn.

GLA:D – Good Life with osteoArthritis – von Ewa Roos. Das Programm, das aus den drei Bereichen „Beratung und Instruktion“, „Übungen“ und „Qualitätskontrolle mittels Datenerhebung“ besteht, wurde bereits 2013 in Dänemark eingeführt. Mehr als 30.000 PatientInnen auf 4 Kontinenten haben das Programm absolviert. Schmerz, Gehfähigkeit und Lebensqualität wurden signifikant besser und verzeichneten auch keinen Abfall nach 12 Monaten wie bei anderen, passiven und medikamentösen, Behandlungsmethoden. Ewa Roos konnte ihre Forschungsergebnisse erfolgreich in die klinische Praxis umsetzen.

 

AutorInnen:
Karl Lochner
Siegrid Egger