Parteipolitisches Taktieren statt qualitätsgesicherte Gesundheitsversorgung

MTD-Austria enttäuscht über Umsetzung der Gesundheitsberufe-Registrierung durch die Arbeiterkammern -Berufsverband befürchtet qualitative Verschlechterungen.

 

Wien (OTS) - Gestern wurde im Parlament die
Gesundheitsberuferegistrierung durch die Arbeiterkammer von den
Regierungsparteien beschlossen. "Wir haben bis zum Schluss dafür
gekämpft, mit der Registrierung unserer Berufsangehörigen selbst
beauftragt zu werden", zeigt sich Mag. Gabriele Jaksch, Präsidentin
von MTD-Austria enttäuscht. "Leider wurden wir als Berufsverband bei
der Entstehung des Gesetzes viel zu wenig eingebunden und unsere
konstruktiven Vorschläge und Anregungen blieben unberücksichtigt",
kritisiert Jaksch.

Das Regierungsprogramm 2008 bis 2013 sieht vor, dass aus Gründen
der Qualitätssicherung die Beschäftigten der gehobenen
medizinisch-technischen Dienste und der Pflegeberufe in einem
Register erfasst werden sollen. MTD-Austria führt schon seit Jahren
erfolgreich die Registrierung ihrer eigenen Berufsangehörigen durch.
Dabei spielt die Beurteilung der Fort- und Weiterbildung eine
zentrale Rolle. Der Berufsverband befürchtet durch die Beauftragung
der Arbeiterkammer qualitative Verschlechterungen und zusätzlich
Eingriffe in die Eigenständigkeit des Berufsverbandes.

Noch kurz vor dem Beginn des Gesundheitsausschusses vergangene
Woche waren die Berufsangehörigen der gehobenen
medizinisch-technischen Dienste von diesem Registergesetz noch nicht
betroffen gewesen. "Unverständlicherweise wurde in letzter Minute der
MTD-Berufsverband durch einen Abänderungsantrag einer
Gesundheitsberufe-Registrierung durch die Arbeiterkammer unterzogen",
so Jaksch "In einer ersten Reaktion zeigen sich unsere
Berufsangehörigen, die Großteils aus dem Bereich der Selbständigkeit
kommen, über diesen Entschluss sehr verärgert. MTD-Austria hofft
daher, dass dieser Gesetzesbeschluss nochmals überdacht wird. Wir als
Berufsverband werden uns jedenfalls weiterhin konstruktiv in die
Gesundheitspolitik einbringen", so Jaksch.