Top 10 Beschwerdebilder Schlaganfall

Schlaganfall

Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems, die in ihrer Bewegungsfähigkeit und somit in ihren Alltagsaktivitäten eingeschränkt sind, können diese durch spezialisierte physiotherapeutische Behandlung (Neurophysiotherapie) verbessern.

Eventuell zusätzlich auftretende neuropsychologische Beeinträchtigungen werden dabei in der Physiotherapie berücksichtigt.

Physiotherapeut*innen mit der Spezialisierung im Bereich der Neurologie besuchten nach der Basisausbildung Zusatzausbildungen zu folgenden Themen: motorisches Lernen im Erwachsenenalter, Laufbandtherapie, funktionelle Elektrostimulation, Forced Use, Biofeedback, LSVT – BIG®, neurophysiologische Behandlungsmethoden wie Bobath, PNF (propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation) oder Vojta , Weiterbildungen im Bereich der Neuropsychologie etc.

Bei welchen neurologisch bedingten Funktionseinschänkungen sind Physiotherapeut*innen Ihre Ansprechperson?

  • Halbseitenlähmung (Hemiplegie oder Hemiparese)
  • Einschränkung der Bewegungsfähigkeit im Alltag z. B. beim Aufstehen, Gehen, Einsatz von Arm und Hand beim Essen, Anziehen, bei einer Freizeitbeschäftigung etc.
  • Reduzierte Ausdauer bei körperlichen Aktivitäten
  • Rasche Ermüdung bei körperlichen Aktivitäten
  • „ungeschickte“ und unkoordinierte Bewegungen
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Häufiges Stolpern oder Stürzen
  • Lähmung der Gesichtsmuskulatur
  • Schmerzen, die die Bewegungsfähigkeit einschränken

Welche Maßnahmen und Schwerpunkte werden in der Therapie gesetzt?

Nach einem Anamnesegespräch und der Befundaufnahme (zu der unter anderem eine genaue Bewegungsanalyse gehört) wird gemeinsam ein Therapieziel festgelegt und passende Therapiemaßnahmen ausgewählt. Beispielhaft sind hier einige Therapiemaßnahmen aufgezählt:

  • Förderung neuer Muskelaktivität bei bestehenden Lähmungen
  • aktives Training vorhandener Ressourcen (Verbesserung von Kraft, Koordination, Ausdauer)
  • Wiedererlernen verlorengegangener funktioneller Bewegungsabläufe (z.B. Drehen von Rückenlage in die Seitenlage) und deren Umsetzung in den Alltag
  • Erstellen eines Selbsttrainingsprogrammes
  • Hilfsmittelversorgung oder -anpassung (z. B. Orthesen, Gehhilfen, Rollstuhl)
  • Erarbeiten und Erlernen von motorischen Kompensationsstrategien
  • Erhalten von Beweglichkeit (durch aktives Bewegen, Dehnen, Lagerung, manuelle Techniken usw.)
  • Beratung (Angehörige, Patient*innen etc.)

Befund, Ziele, Maßnahmen und Verlauf der Therapie werden kontinuierlich dokumentiert.

Wie finde ich freiberufliche Physiotherapeut*innen?

Über die Therapeut*innensuche von Physio Austria, finden Sie freiberuflich tätige Physiotherapeut*innen für den Fachbereich Neurologie.

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