Was bin ich?

Diese Frage ist als PhysiotherapeutIn wichtig, korrekt zu beantworten! Denn das Führen der korrekten Berufsbezeichnung ist eine der Berufsplichten lt. MTD-Gesetz (§10).

Also: Sie sind Physiotherapeut oder Physiotherapeutin und haben sich – unabhängig davon, wie es in möglicherweise „historischen“ Bescheiden oder Diplomen festgehalten wurde – so zu bezeichnen.

Wenn Sie bei Ihrem Auftritt nach außen mitunter zeigen wollen, dass Sie im Rahmen der Physiotherapie insbesondere z.B. Osteopathie, Manuelle Therapie oder womöglich Chiropraktik anbieten, verzichten Sie bitte auf die in Österreich nicht existenten Berufsbezeichnungen „OsteopathIn“, „ManuelleR TherapeutIn“ oder „ChiropraktikerIn“.

Eine Möglichkeit, Schwerpunkte oder spezifische Weiterbildungen, die für das individuelle Portfolio wichtig sind, sichtbar zu machen, sind Formulierungen wie: Physiotherapeut mit Schwerpunkt Manuelle Therapie oder Physiotherapeutin mit zusätzlicher Qualifikation der Osteopathie etc.

Immer wieder treten KollegInnen mit Anfragen zur korrekten Berufsbezeichnung an Physio Austria heran, etwa, wenn sie Visitenkarten oder Praxisschilder neu gestalten oder ihren Web-Auftritt optimieren möchten. Daher gibt es auch weiterführende Informationen in den Infoblättern des Mitgliederbereichs „Mein Physio Austria“:

    ·         Empfehlung zur Gestaltung des Praxisschildes
    ·         Die berufliche Webseite für PhysiotherapeutInnen

Das Führen der korrekten Berufsbezeichnung laut MTD-Gesetz ist nicht nur eine gesetzlich geregelte Berufspflicht, sondern dient der Transparenz und Information der PatientInnen/KlientInnen und ist zudem als Privileg zu verstehen, denn es gibt auch einen Bezeichnungsvorbehalt!

Um Physiotherapie sowie die Bedeutung und Relevanz der Leistung von PhysiotherapeutInnen sichtbar zu machen, ist die einheitliche Bezeichnung noch dazu hilfreich. Die wiederholte Verwendung des gleichlautenden Begriffes prägt sich in den Köpfen der Menschen ein und spiegelt sich in Medien und Öffentlichkeit wider.