Umfrage unter Wiener Gesundheitsberufen zum Thema „Unterstützte Kommunikation in der Gesundheitsversorgung“

Seit 2015 arbeitet der Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen im Auftrag der Landeszielsteuerung Wien an der „Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen und Kommunikationsschwierigkeiten“.
Unter anderem wurden der GeKo-Wien (www.geko.wien) und Qualifizierungsmodule für MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Sozialbereich entwickelt. Beide Maßnahmen wurden 2017 mit dem Gesundheitspreis der Stadt Wien, 1. Platz in der Kategorie „gesunde, gerechte Stadt“, ausgezeichnet.

Derzeit fokussieren wir uns auf die Entwicklung und Erprobung von Möglichkeiten unterstützter Kommunikation im Bereich der Gesundheitsversorgung. Dazu wird aktuell eine kurze Umfrage durchgeführt, zu der hiermit jeder Berufsangehörige in Wien eingeladen wird.
Die Teilnahme an der Umfrage wird in etwa 10 Minuten in Anspruch nehmen und richtet sich an Personen, die in der Gesundheitsversorgung tätig sind.
Die Umfrage kann über diesen Link https://www.soscisurvey.de/UK_Umfrage/ aufgerufen und bearbeitet werden.
Ein ausführliches Infoblatt finden Sie im Downloadbereich.
Die Ergebnisse der Erhebung dienen als Grundlage für die Entwicklung und Erprobung geeigneter Maßnahmen unterstützter Kommunikation. Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie somit einen Beitrag zur Erleichterung der Kommunikation mit KlientInnen/PatientInnen in der Gesundheitsversorgung der Stadt Wien.
Laut den InitiatorInnen der Umfrage werden sämtliche in dieser Umfrage erhobenen Daten streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Anonymität aller Teilnehmenden bleibt stets gewahrt.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Sie helfen mit, ein realistisches Bild der Bedarfe und Möglichkeiten an unterstützter Kommunikation im Berufsfeld zu erlangen.


Hintergrund (siehe auch Infoblatt):
Unterstützte Kommunikation (UK) umfasst alle technischen, pädagogischen und therapeutischen Hilfen, die Personen ohne oder mit erheblich eingeschränkter Lautsprache zur Verständigung und zur Verbesserung ihrer kommunikativen Möglichkeiten angeboten werden (Wilken 2002).
Der Personenkreis, der von unterstützter Kommunikation profitieren kann umfasst Menschen, die die Lautsprache gut verstehen, sich aber nicht ausreichend ausdrücken können, Personen, die Unterstützung beim Lautspracherwerb bzw. Wiedererwerb der Lautsprache benötigen sowie Personen, für die die Lautsprache zu komplex ist und die eine Alternative dazu benötigen. Unterstützte Kommunikation kann folglich als expressives Hilfsmittel dienen, als Unterstützung für die Lautsprache oder gar als vollständige Ersatzsprache.
Davon betroffen sein können Menschen mit …

  • angeborenen Beeinträchtigungen (z.B. intellektueller Behinderung, Bewegungsstörungen aufgrund frühkindlicher Hirnschädigung, Autismus-Spektrum-Störungen, …)
  • erworbenen Schädigungen (z.B. nach Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfällen, Querschnittlähmung, Tumorerkrankungen, …)
  • fortschreitenden Erkrankungen (Muskeldystrophie, Amyotrophe Lateralsklerose, Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose, …)
  • vorübergehend eingeschränkten sprachlichen Möglichkeiten (Beatmung, Entzündungen, Lähmungen, Operationen, …)

Mit der Umfrage wollen wir …

  • erfragen, wie weit UK bekannt ist
  • herausfinden, welche Erfahrungen mit UK im Gesundheitsbereich vorhanden sind
  • den Bedarf an UK im Gesundheitsbereich einschätzen
  • erfahren, welche Methoden von UK im Gesundheitsbereich gut angewendet werden können

Die Ergebnisse der Erhebung dienen als Grundlage für geeignete UK Maßnahmen, die die Kommunikation mit PatientInnen/KlientInnen mit Kommunikationsschwierigkeiten erleichtern und so einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und PatientInnensicherheit der Personengruppe leisten.