„ALS-Icebucket Challenge“

Derzeit erreicht die „ALS-Icebucket Challenge“ ihren medialen Höhepunkt. Ursprüngliches Ziel der - mittlerweile auch durchaus kritisch diskutierten - Kampagne, bei der sich zahlreiche Promis  (z.B. Mark Zuckerberg, Bill Gates, Melissa Etheridge, Armin Wolf) einen Kübel Eiswasser über den Kopf  leeren, das Video ins Netz stellen und drei weitere Personen nominieren, die dies dann ebenfalls innerhalb von 24 Stunden tun müssen oder 100 Dollar spenden: Auf die seltene und relativ unbekannte Erkrankung Amyotrophe Lateralskleose (ALS) aufmerksam zu machen sowie Spenden für die Forschung zu lukrieren.

Da ALS-PatientInnen zumeist auch von PhysiotherapeutInnen behandelt werden, möchte Physio Austria an dieser Stelle über die unheilbare und aufgrund des raschen Fortschreitens oft innerhalb kurzer Zeit tödlich verlaufende Erkrankung informieren. Bei der Amyothrophen Lateralsklerose handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Es kommt zu einer  irreversiblen Schädigung motorischer Nervenzellen, die für die Steuerung der Muskulatur zuständig sind. Muskelschwund, erhöhter Muskeltonus (oft verbunden mit Spasmen) und Lähmungserscheinungen sind die Folge. Meist ist das erste Symptom eine Atrophie der kleinen Handmuskulatur (Betroffene berichten über gehäuftes aus der Hand fallen von Gegenständen) Da alle Muskelgruppen betroffen sind, kommt es neben anfänglichen Störungen des Gangbildes, Sprech- und Schluckstörungen schließlich zu Rumpfinstabilität und bei fortgeschrittener Erkrankung zu einer Atemlähmung. Lungenentzündung ist neben der Atemlähmung die häufigste Todesursache.