Glossar

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Hospizwesen

Stationäre Hospize, Tageshospize und Hopizteams übernehmen die Versorgung von PalliativpatientInnen, wenn mehr der psychosoziale und pflegerische Betreuungsaspekt im Verhältnis zur medizinischen Versorgung im Vordergrund steht.

(Gesundheit Österreich GmbH – Geschäftsbereich ÖBIG, 2007.)

Integration (Integrationsschulen, Integrationskindergärten)

Integration ist ein Prozess und zielt auf Gleichberechtigung und Chancengleichheit ab. Integrative Erziehung bedeutet, Kinder mit Behinderungen gemeinsam mit Kindern ohne Behinderungen zu betreuen und zu unterrichten.

(s.a. Community Based Rehabilitation in WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF)

Die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) ist eine Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) - deutschsprachige Übersetzung: Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Die ICF dient fach- und länderübergreifend als einheitliche und standardisierte Sprache zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung und der relevanten Umgebungsfaktoren eines Menschen. Diese Klassifikation wurde 2001 als Nachfolgerin der ICIDH (International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps) von der WHO herausgegeben.

Betrachtet aus körperlicher, individueller und gesellschaftlicher Perspektive ergeben sich zwei Listen der Klassifizierung: eine Liste der Körperfunktionen und -strukturen und eine Liste der Aktivitäten und Partizipation, wobei stets auch Umweltfaktoren im Kontext berücksichtig werden.

(Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information, DIMDI - www.dimdi.de; s.a. ICF in WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

Intervention

Die zielgerichtete Interaktion zwischen PhysiotherapeutIn und PatientIn/KlientIn/Gruppen von PatientInnen/KlientInnen und – wenn passend – mit anderen in die PatientInnen-/KlientInnenbetreuung involvierte Personen soll eine Veränderung des bestehenden Zustandes bewirken. Mögliche Beispiele sind Behandlungsverfahren wie Manuelle Therapie, funktionelles Training, Atemphysiotherapie, therapeutische Übungen, Hilfsmittelversorgung und Arbeitsplatzgestaltung u.a.

(Intervention s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

KlientIn

Personen, Gruppen oder Organisationen, die bei PhysiotherapeutInnen Beratung und Hilfe sowie nach Konzepten und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits-/Gesundheitszufriedenheit

suchen: ohne behandlungswürdigen Krankheitswert (vgl. PatientIn), besonders im Rahmen von Gesundheitsförderung und Prävention.

(Client bzw. Service user s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

Lebensqualität

Lebensqualität ist die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertsystemen in denen sie lebt und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen. Es handelt sich um ein breit gefächertes Konzept, das durch die körperliche Gesundheit, psychologisches Befinden, Grad der Unabhängigkeit, soziale Beziehungen und Beziehung zu Besonderheiten der eigenen Umwelt eines Menschen vielschichtig beeinflusst wird.

(WHO, 1993)

Medizinisch-technischer Dienst (MTD)

Der gehobene medizinisch-technische Dienst ist die zusammenfassende Bezeichnung für sieben akademische und gesetzlich geregelte Gesundheitsberufe in Österreich. Das sind Biomedizinische AnalytikerInnen, DiätologInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, OrthoptistInnen, PhysiotherapeutInnen und RadiologietechnologInnen. Grundlage dieser Berufe ist das MTD-Gesetz, BGBl 1992/460 idgF. Sie werden durch MTD-Austria als gemeinsame Interessensvertretung – über Mitgliedschaft in den jeweiligen Berufsverbänden – vertreten.

(MTD-Austria)

Palliation

Palliation bedeutet Linderung, und steht im Kontext der Physiotherapie für lindernde Physiotherapie. Es handelt sich hierbei um einen wichtigen Teilbereich im Gesamtkonzept der Palliative Care im Sinne eines begleitenden physiotherapeutischen Angebotes für Schwerstkranke und deren soziales Umfeld.

(Simader & Nieland, 2013)

Partizipation

Einbezogensein einer Person in eine Lebenssituation, wobei alle Lebensbereiche umfasst sind. Teilhabe eines Individuums an der Gesellschaft, dazu zählen alle gesellschaftlichen Zusammenhänge, in die ein Mensch involviert ist.

(Participation s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013; Springer Lexikon Physiotherapie, 2010.)

PatientIn

Eine Person die physiotherapeutische Dienstleistung zur Heilbehandlung in Anspruch nimmt.

(Patient s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

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