Glossar

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Akademisierung

Die Akademisierung der Physiotherapie stellt einen Schritt zur Professionalisierung des Berufsstandes dar. Es handelt sich dabei um eine Anhebung der beruflichen Ausbildung auf Hochschulniveau bzw. Verlagerung der Grundausbildung in den tertiären Bildungssektor. Dieser Prozess soll in der Europäischen Region auf jeweils vergleichbarem Niveau passieren und soll durch Leitlinien (z.B. Benchmark Statement) erleichtert werden.

(Akademischer Standard/Academic standard s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013. & Annex 1: Terms Specific to the European Region of WCPT.)

Aktivität

Ausführung einer Tätigkeit oder einer Bewegung durch eine Einzelperson.

(Activity s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

Anerkennung

Die Ausübung von Gesundheitsberufen in Österreich ist an eine Berufsberechtigung geknüpft. Im Falle einer außerhalb Österreichs (aber innerhalb der EU, EWR oder Schweiz) erworbenen Qualifikation ist eine Anerkennung durch die zuständigen österreichischen Behörden vor der Berufsausübung vorgeschrieben. Basis für die Anerkennung zur Berufsberechtigung ist die europäische Richtlinie über Berufsanerkennungsregeln (2005/36/EG). Innerhalb der EU gibt es keine einheitlichen Ausbildungen im Bereich der Gesundheitsberufe. Eine inhaltliche Prüfung der Qualifikation ist daher neben der Überprüfung der sonstigen Voraussetzung für eine Berufsausübung im Sinne der Sicherheit der PatientInnen notwendig. (Unterscheide: Nostrifizierung)

(Bundesministerium für Gesundheit – www.bmg.gv.at; s.a. Recognition in WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

Behandlungsplan, physiotherapeutisch

Darstellung zur Spezifizierung der erwarteten Ziele und voraussichtlichen Ergebnisse, sowie dem voraussichtlichen Umfang der optimalen Verbesserung, spezifische Interventionen, die Anwendung finden sowie vorgeschlagene Dauer und Frequenz, die notwendig sind, um diese Ziele und Ergebnisse zu erreichen.

(Plan of care s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013.)

Berufsgesetz

Für PhysiotherapeutInnen in Österreich ist Berufsgesetz das Bundesgesetz über die Regelung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste.

(MTD-Gesetz)

Bewegung

Räumlich-zeitliche Veränderung von Körpern durch die Wirkung von Kräften. Veränderung der Position von Körperteilen zueinander bzw. der Position im Raum. Aktive Bewegung: beinhaltet Muskeltätigkeit, Energieverbrauch und Beweglichkeit im Gelenk. Im ICF Schema wird Bewegung sowohl unter dem Aspekt der mit der Bewegung in Zusammenhang stehende Strukturen und Funktionen (mental, psychomotorisch, vestibulär, propriozeptiv sowie neuromuskuloskeletal und bewegungsbezogen), als auch umfangreich im Bereich der Aktivität und Partizipation (u.a. Kommunikation, Lernen, Mobilität) berücksichtigt.

(Physical activity/erweitert: Exercise s. WCPT Glossary: Terms used in WCPT’s policies and resources. Version 2.0. August 2013. bzw. ICF, 2005; Physiolexikon - Physiotherapie von A bis Z, 2010.)

Bewegungsfähigkeit

Diese Fähigkeit bedeutet die Möglichkeit zur bewussten psycho-sensomotorischen Organisation, Steuerung und Regulation von Bewegungen, einschließlich der auf dieser Grundlage gegebenen Möglichkeit des sensomotorischen Lernens.

(Physiolexikon - Physiotherapie von A bis Z, 2010.)

Bewegungstherapie

Behandlung durch wiederholte aktive oder passive Bewegung. Bewegte und/oder bewegende Intervention mit dem Ziel der Heilung bzw. der Verbesserung und dem Erhalt des Gesundheitszustandes.

(Physiolexikon - Physiotherapie von A bis Z, 2010. bzw. Springer Lexikon Physiotherapie, 2010.)

Continuing Professional Development (CPD)

Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung bzw. Wiederaufnahme organisierten Lernens nach dem Abschluss der Berufsausbildung. Die Lernenden sind individuell für die Organisation und Durchführung ihrer Fortbildungsaktivitäten verantwortlich.

(Richtlinie zur kontinuierlichen Fortbildung von MTD-Berufen/MTD-CPD-Richtlinie, Physio Austria)

Dienstleistung

Ergebnis mindestens einer Handlung, die notwendigerweise an der Schnittstelle zwischen LeistungsanbieterIn (z.B. ÄrztIn, TherapeutIn) und KundIn (z.B. PatientIn, KlientIn, Betrieb) ausgeführt wird. Die durch eine Person (DienstleisterIn) erbrachte Leistungen zur Befriedigung eines Bedürfnisses (Gegensatz: materielles ökonomisches Gut, Ware) sind z.B. die physiotherapeutische Behandlung, Präventionsmaßnahmen oder Schulungen.

(Physiolexikon - Physiotherapie von A bis Z, 2010. bzw. Springer Lexikon Physiotherapie, 2010.)

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