Therapie im Kindes- und Jugendalter

Die Therapie von Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich in manchen Aspekten von der Therapie erwachsener SkoliosepatientInnen.

Da sich Kinder und Jugendliche noch im Wachstum befinden, ist die Skoliose einer besonders hohen Wahrscheinlichkeit zur Verstärkung der seitlichen Bögen und der Verdrehung der Wirbelkörper ausgesetzt. Das bedeutet für die Therapie, dass sie im Optimalfall als Langzeittherapie geführt wird, um auf etwaige Verschlechterungen rasch reagieren zu können.

Ziel der Physiotherapie bei Kindern und Jugendlichen ist es, der Skoliose so intensiv wie möglich entgegenzuwirken, damit am Wachstumsende möglichst geringe Krümmungswinkel diagnostizierbar sind.
Personen, die am Wachstumsende Werte von unter 25-30° nach Cobb (Winkel, der das Ausmaß des Bogens angibt) und Rotationswerte von unter 10° aufweisen, können damit rechnen, dass sie keiner sehr hohen Progredienz ausgesetzt sind. Personen mit Cobb-Winkel-Werten über 25-30° müssen (unabhängig von den Rotationswerten) damit rechnen, dass die Skoliose progredient bleibt und sollten ihre Übungen daher nie vernachlässigen.
Generell gilt bei Kindern und Jugendlichen: je früher mit der Therapie begonnen wird, desto zielführender! Je jünger die Person ist, desto weniger stark ist die Skoliose fixiert und kann daher effizienter behandelt werden.

Die Schroth-Therapie eignet sich für Kinder ab etwa 6-7 Jahre; für jüngere PatientInnen eignet sich zum Beispiel die Vojta-Therapie.

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