Physiotherapie bei Skoliose

Die nachfolgende Aufzählung beschreibt den physiotherapeutischen Prozess bei Skoliosebehandlungen:

Schritt 1: Physiotherapeutische Analyse und Befunderhebung

Zunächst erfolgt immer eine Befragung der Betroffenen (bzw der Eltern) sowie eine genaue körperliche Untersuchung der PatientInnen. Ziel ist es, ein möglichst genaues Bild über eventuelle Ursachen oder verstärkende Faktoren der Skoliose zu erhalten.

Schritt 2: Planung des Therapieablaufs

Auf Grundlage der Befundergebnisse und der ärztlichen Diagnose wird der Patient/ die Patientin einem spezifischen Skoliosemuster zugeteilt, welches die Auswahl der jeweiligen Übungen etwas erleichtert. Dennoch muss kompetente Skoliosetherapie immer an individuelle Gegebenheiten angepasst werden und darf nicht nach Lehrbuch-Schema erfolgen.

Schritt 3: Umfassende Information und Aufklärung/ Einbeziehung der Eltern

Ein positiver Therapieerfolg kann nur resultieren, wenn die Betroffenen eine klare Entscheidung zur aktiven Mitarbeit treffen. Dafür ist eine Aufklärung über das Krankheitsbild der Skoliose und deren Progredienz unerlässlich. Bei Kindern müssen die Eltern als Verantwortungsträger in diesen Prozess unbedingt eingegliedert werden.

Schritt 4: Umsetzung der Maßnahmen

Im Laufe der Therapie werden korrigierende Übungen gezielt angepasst und so lange wiederholt, bis die Therapeutin Sicherheit darüber hat, dass die Übungen zuhause fehlerfrei durchgeführt werden können. Neben dem Übungsprogramm ist eine Alltagsschulung von zentraler Bedeutung. Die Betroffenen lernen dabei, wie sie ihren Alltag gestalten können, so dass das Voranschreiten der Krümmung möglichst verhindert wird.

Schritt 5: Evaluierung

Die eingesetzten physiotherapeutischen Maßnahmen müssen laufend überprüft und gegebenenfalls korrigiert und im Sinne einer Feineinstellung abgeändert werden. Am Ende jedes Therapieprozesses soll die Patientin/ der Patient fähig sein, die Skoliose sowohl in Übungen als auch im Alltag korrigieren und das Ergebnis stabilisieren zu können.

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