Steigerung der Lebensqualität bei COPD-PatientInnen

Anlässlich des Welt COPD-Tages am 19. November 2014 informierte die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) über die Ergebnisse einer bahnbrechenden Studie, die in Lancet Respir Med 2014 im Juli online publiziert wurde. Der Einsatz von nicht-invasiver Beatmung bei schweren Formen von COPD führt zu Steigerung der Lebensqualität und zum Sinken der Sterberate.

Die PatientInnen mit Beatmung hatten eine höhere Lebensqualität sowie eine besserer Leistungsfähigkeit und nur 12% verstarben innerhalb eines Jahres. Die Vergleichsgruppe ohne Beatmung  hatte eine deutlich schlechtere Lebensqualität und die Sterblichkeit lag bei 33%. OÄ Dr.in Sylvia Hartl, Past-Präsident der ÖGP fordert daher „Die negative Haltung gegenüber den Behandlungschancen von chronisch kranken COPD-Patienten muss zu Gunsten eines verlängerten Lebens mit besserer Lebensqualität durch die Ausschöpfung aller Maßnahmen aufgegeben werden.“

Für die PhysiotherapeutInnen in der Pulmologie und Palliative Care bedeutet dies, sich vermehrt mit dem Thema auseinanderzusetzen, um die Fragen der PatientInnen beantworten und die bessere Leistungsfähigkeit der Betroffenen ausnützen zu können.

Bei Interesse an der Studie Non-invasive positive pressure ventilation for the treatment of severe stable chronic obstructiv pulmonary disease: a prospective, multicentre, randomised, controlled clinical trial: Thomas Köhnlein, Wolfram Windisch, Dieter Köhler, Anna Drabik, Jens Geiseler, Sylvia Hartl, Ortrud Karg, Gerhard Laier-Groeneveld, Stefano Nava, Bernd Schönhofer, Bernd Schucher, Karl Wegscheider, Carl P Criée, Tobias Welte. Lancet Respir Med 2014 Published Online, July 25th, 2014 wenden Sie sich bitte per Mail an das fachliche Netzwerk Palliative Care und Hospizwesen: palliativecare@physioaustria.at