Kassenleistungen bei Anstellung von PhysiotherapeutInnen

Nach seit Jänner 2020 andauernden intensiven Bemühungen von Physio Austria gemeinsam mit dem Landesverband Tirol und in guter Kooperation mit der ÖGK-Zentrale, die nach dem Wechsel durch die Kassenfusion bundesweit für die Gestaltung der Rahmenbedingungen dieser Leistungen verantwortlich zeichnet, konnte eine Lösung für diese nach der Kassenfusion aufgetretene Tiroler Thematik gefunden werden. Es konnten dabei alle zentralen Zielsetzungen für die Tiroler Lösung, über die wir im Jänner berichtet haben, umgesetzt werden.

Eckpunkte dieser Lösung:

   

VertragsphysiotherapeutInnen, die bereits vor dem 1.Juli 2020 angestellte PhysiotherapeutInnen eingesetzt haben, wird gestattet, Behandlungen durch bei ihnen angestellte PhysiotherapeutInnen erbringen zu lassen.
Vertragspartner müssen beim Einsatz angestellter PhysiotherapeutInnen alle Rahmenbedingungen des Kassenvertrages berücksichtigen, welche insbesondere auch die erforderliche Qualifikation und Abrechnung betreffen.
Bei Erfüllung der Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Lösung kann die Möglichkeit für VertragspartnerInnen durch den Abschluss einer Ergänzung des Kassenvertrages mit der ÖGK-Landesstelle Tirol in Anspruch genommen werden.
Auswirkung auf den Wahlbereich treten für WahlphysiotherapeutInnen nur aufgrund eines individuellen Antrags an die ÖGK-Landesstelle Tirol und ebenfalls ausschließlich bei Erfüllung der für VertragsphysiotherapeutInnen geltenden Voraussetzungen ein.
Es dürfen maximal drei PhysiotherapeutInnen bei einer/einem PhysiotherapeutIn angestellt sein. (Dies aus den seit der Duldung durch die TGKK bekannten Gründen der Abgrenzung von Strukturen des Krankenanstaltenrechts.)
Es muss bei der Vertragspartnerabrechnung bzw. Honorarnote immer angegeben werden, durch welcheN berufsberechtigteN PhysiotherapeutIn die Behandlung jeweils durchgeführt wurde, deren/dessen namentliche Nennung beim entsprechenden Antrag an die ÖGK bereits erfolgt sein muss.
PhysiotherapeutInnen in der Rolle als ArbeitgeberInnen müssen Behandlungen, die durch bei ihnen angestellte PhysiotherapeutInnen durchgeführt werden, per Vertragspartnerabrechnung (mit der entsprechenden Kennzeichnung) abrechnen bzw. im Wahlbereich die Honorarnote als Arbeitgeber unter namentlicher Angabe der jeweiligen BehandlerIn ausstellen.

Hier finden Sie das Dokument, welches die rechtliche Grundlage für die Lösung bildet, die Antragstelle bei der ÖGK-Landesstelle Tirol nennt und die Voraussetzungen und Schritte in der Beantragung im Detail schildert.

Etwaig auftretende Fragestellungen dazu können Sie als unser Mitglied mit dem Betreff „Anstellung von PhysiotherapeutInnen in Tirol“ unter Verwendung der E-Mail-Adresse office@physioaustria.at an das Verbandsbüro von Physio Austria richten.