Yoga in der Physiotherapie. Fokus: Vegetatives Nervensystem

Eine ganzheitliche Betrachtung

Die Tatsache, dass das vegetative Nervensystem für die Regelung aller autonomen Prozesse im Körper verantwortlich ist, erklärt sehr deutlich die Bedeutung der Stabilisierung dieses umfassenden Körpersystems für unsere Gesundheit. Wird die Funktion des Parasympathikus ständig von der Aktivität des Sympathikus überlagert, mündet das häufig in stressbedingten Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Diabetes. Wenn man bedenkt, dass ca. 70 % der gesamten Immunabwehr im Darm angesiedelt ist und dass ein Großteil des Serotonins (unser „Wohlfühlhormon“) aus dem Darm stammt, wird auch die große Bedeutung einer gesunden Funktion des enterischen Nervensystems klar.
Durch sein ganzheitliches und breites Wirkungsspektrum eignet sich Yoga hervorragend als Maßnahme zur Wiederherstellung eines stabilen Gleichgewichts des vegetativen Nervensystems.

 

Inhalt:

Spezifische Körperübungen und –positionen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) sowie Konzentrations- und Meditationstechniken, die die Harmonisierung und Stabilisation des sympathischen, parasympathischen und enterischen Nervensystems zum Ziel haben.

 

Ziel:

Die SeminarteilnehmerInnen lernen die wesentlichen Merkmale, die praktische Durchführung und die Wirkungsweisen von Yogaübungen und –techniken kennen, die eine harmonisierende Wirkung auf das vegetative Nervensystem ausüben. Die Yogaübungen können für den Eigenbedarf und für die physiotherapeutische Arbeit mit PatientInnen zielgerichtet eingesetzt werden.

 

Methode:

Hauptsächlich Eigenerfahrung durch praktisches Üben, eingeleitet und begleitet durch theoretische Erläuterungen. Ein Zeitraum für Fragestellungen ermöglicht eine eventuelle Anpassung der Inhalte an aktuelle Bedürfnisse.