Traditionelle Europäische Medizin - Einführung

Die Traditionelle Europäische Medizin (kurz: TEM) ist ein altes Medizinsystem, das es bereits seit mehreren tausend Jahren gibt und in der heutigen Zeit eine regelrechte Renaissance erlebt.
Einerseits ist es der Wunsch vieler PatientInnen, in den Genuss einer ganzheitlichen Behandlung zu kommen, andererseits ist es auch für die Prävention von Krankheiten von maßgeblicher Bedeutung, jeden Menschen individuell und stets unter Berücksichtigung seiner aktuellen Lebenssituation und der Umwelt zu betrachten.

Hippokrates, Galenos von Pergamon, Avicenna, Hildegard von Bingen und Pfarrer Sebastian Kneipp (um nur einige wenige zu nennen) zählen zu jenen Größen, die die TEM entscheidend mitgeprägt haben.

Da auch neue Erkenntnisse und Behandlungsverfahren in die TEM mit einfließen dürfen, ist dieses Medizinsystem keineswegs starr und unbeweglich, sondern kann laufend ergänzt werden und lässt sich dadurch hervorragend mit modernen Methoden kombinieren.

Zahlreiche Annahmen, die in der alten Medizin bereits seit Langem Gültigkeit hatten, konnten mittlerweile auch wissenschaftlich bestätigt werden. Somit ist es für die moderne Forschung „kein alter Hut“ mehr, dass es unterschiedliche Stoffwechseltypen gibt und dass z.B. Ernährungsempfehlungen, aber auch Empfehlungen in Bezug auf Bewegung, individuell ausgesprochen werden müssen. Darüber hinaus werden heute diverse TEM–Therapien als sinnvolle Alternative zur Schulmedizin in Betracht gezogen (Beispiele: Hypertonie, Karpaltunnelsyndrom).

 

Inhalt:

  • Geschichte der TEM
  • Grundlagen der Traditionellen Europäischen Medizin
  • Diagnoseverfahren in der TEM (Iris-, Zungen-, Pulsdiagnostik)
  • Einblicke zum Thema Aderlass
  • Die vier Temperamente (Stoffwechseltypen) in der TEM
  • Empfehlungen für Lebensstil, Bewegung und Ernährung für die vier Temperament
  • TEM in der Physiotherapie

Am Ende des Seminars wird ein überliefertes Bewegungstraining der alten Druiden vorgestellt.

 

 

Assessment-Tools: 

  • Blickdiagnostik und Fragebogenmethode zur Bestimmung des Temperaments (der Fragebogen wurde von der Seminarleiterin erstellt, um die Selbsteinstufung der TeilnehmerInnen zu erleichtern)
  • Regensburger Insomnie–Skala (RIS)

 

 

Ziel:
Nach dem Seminar verfügen die TeilnehmerInnen über ein TEM – Grundwissen und kennen Ihr
eigenes Temperament. Dieses Wissen ist einerseits für die eigene Gesundheit von maßgeblicher
Bedeutung, andererseits ist es aber auch sehr hilfreich, um PatientInnen besser einschätzen zu
können und die Therapieziele entsprechend zu planen.

Zahlreiche wertvolle (auch weiterführende) Literaturhinweise finden die SeminarteilnehmerInnen in dem zur Verfügung gestellten Skriptum.

 

 

Methode:

  • Theorievorträge und Präsentationen
  • praktische Übungseinheiten
  • Diskussion, Austausch, Zeit für Fragen

Das Verhältnis von Theorie und Praxis beträgt 85:15.

 

Evidenz-Check: in Bearbeitung

Rollen gemäß Kompetenzprofil der PhysiotherapeutInnen: ExpertIn & GesundheitsförderIn