McKenzie Teil A - Grundlagen + Lendenwirbelsäule

Die Philosophie der „Mechanischen Diagnose und Therapie“ nach McKenzie ist die einer aktiven Selbstbehandlung von PatientInnen. Betont werden sowohl Intervention als auch Prävention.
PatientInnen wird ermöglicht, Selbstkontrolle und Selbstverantwortung über ihre Beschwerden zu erlangen.

 

Inhalt:
Im ersten Teil der McKenzie-Reihe erfolgt eine gründliche Einführung in die Basis des Konzepts. Durch das logische Befundsystem wird erlernt, PatientInnen zuverlässig in relevante Kategorien einzuteilen und daraus die effektivste Behandlung abzuleiten.

Grundsätzlich gilt: Zuerst wird identifiziert, ob und was der Patient oder die Patientin aus eigenen Mitteln tun kann.
Die Teilnehmenden erlernen die Grundlagen zur Untersuchung der LWS mit Betonung der repetierten Belastungstests. Sie erfahren Erkenntnisse der evidenzbasierten Untersuchung und Behandlung aus der aktuellen wissenschaftlichen Literatur und lernen deren Stellenwert einzuschätzen.

Im Seminar werden PatientInnen „live“ vom Vortragenden untersucht und mit der Gruppe diskutiert.

 

Ziel:
Es werden die Grundlagen nach McKenzie vermittelt.
Nach dem Seminar sollen die Teilnehmenden mehr Sicherheit, Zufriedenheit und Erfolg bei ihrer Arbeit mit RückenpatientInnen haben.

Die Teilnehmenden

  • beherrschen die Untersuchungs- und Behandlungsprinzipien für die LWS, insbesondere die Anwendung von repetierten Belastungstests. Ihre Untersuchung wird sicherer und schneller.
  • können LWS-PatientInnen zuverlässig und praxisbezogen in klinische Untergruppen einteilen und die Prognose stellen, welche PatientInnen von mechanischer Therapie profitieren werden und für welche sie nicht indiziert ist. Daraus leiten sie dann die effektivste Behandlung ab.
  • können für PatientInnen ein individuelles, dem klinischen Bild entsprechendes Selbstbehandlungsprogramm fachtechnisch und methodisch korrekt planen. Sie können dieses Programm verständlich instruieren und wenden gegebenenfalls einfache manuelle Techniken an.
  • erfahren, wie sie PatientInnen in ihrer Selbstverantwortung und Selbstkompetenz unterstützen können.
  • identifizieren psychosoziale Faktoren und berücksichtigen sie im Management.

 

Methode:

  • Selbststudium mit Hilfe eine Internet-Lernplattform
  • Quizze
  • Vorlesung/Theorievortrag
  • Fallbeispiele
  • praktisches Arbeiten
  • Demonstrationen von „Live-PatientInnen“ durch die Seminarleitung, um Möglichkeiten und Stärke, aber auch Grenzen des Konzepts aufzuzeigen

 

Organisation:
Der Kurs besteht aus einer ONLINE-Komponente und 3 Präsenztagen.

Etwa drei Wochen vor Kursbeginn erhalten alle Angemeldeten direkt vom McKenzie Institut die Zugangsdaten zum Online-Teil. Zu diesem Zeitpunkt erhalten Sie auch das Kurs-Manual. Sie können die Online-Kurs ab Zugang der Anmeldedaten in freier Zeiteinteilung absolvieren.
Die Teilnehmer*innen müssen die Online-Komponente spätestens bis drei Tage vor Kursbeginn abgeschlossen haben. Die komplette Teilnahme am Online-Kurs ist Voraussetzung zur Teilnahme an den Präsenztagen!

Die Online-Komponente besteht aus einer interaktiven Mischung von Videos, Patientenbeispielen und Quizaktivitäten. Die Teilnehmenden machen sich so mit den allgemeinen Prinzipien, der Terminologie und vielem mehr vertraut und bereiten sich auf die Teilnahme am Live-Kurs vor. Dieses Verfahren macht die Lernerfahrung an den Präsenztagen effektiver, da der Schwerpunkt auf Interaktion und klinischer Umsetzung liegt. 

Für die ONLINE-Komponente ist Zeitaufwand von etwa sieben Stunden einzuplanen.