Behandlung von Rückenschmerz – eine Herausforderung

Wie kommt man zum Ziel?

Rückenschmerz gehört zu den häufigsten Schmerzsyndromen im muskuloskelettalen Spektrum und stellen sowohl Betroffene als auch behandelnde ÄrztInnen und TherapeutInnen vor große Herausforderungen. Vor allem persistierende, unspezifische Rückenschmerzen bedeuten einen hohen therapeutischen Aufwand und dementsprechende Kosten.

Eine gezielte interprofessionelle Zusammenarbeit unter Berücksichtigung des biopsychosozialen Ansatzes können dazu beitragen, dass das Risiko einer Chronifizierung reduziert wird und PatientInnen durch eine gezielte Diagnostik, inklusive Ausschluss schwerwiegender Pathologien, und daher durch ein gut strukturiertes Management effektiver zur Eigenaktivität angeregt werden können.

 

Inhalt:

In diesem interdisziplinär bzw. multiprofessionell geführten Seminar erfahren die TeilnehmerInnen neueste Erkenntnisse bezogen auf Untersuchung und Behandlung von Menschen mit Problemen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Das Spektrum reicht dabei von der strukturiert durchgeführten und leitlinienorientierten Untersuchung mit dem Ziel des Ausschlusses sogenannter red-flags bis hin zur Evalulierung möglicher beitragender psychosozialer Faktoren. Aktuelle Managementstrategien von ärztlicher Seite werden ebenso dargestellt wie die Untersuchung und Behandlung aus physiotherapeutischer Sicht.

 

Assessment Tools:

  • Clinical Reasoning aus ärztlicher und physiotherapeutischer Sicht
  • Psychosoziales Screening mittels Start-Back-Tool und ÖREBRO-Fragebogen

 

Ziel:

Die TeilnehmerInnen...

... erlernen den Unterschied zwischen spezifischen und unspezifischen Rückenschmerzen, sowohl im akuten als auch persistierenden Verlauf.

... erfahren die Untersuchungs- und Denkvorgänge der überweisenden ÄrztInnen aus schmerzmedizinischer Sicht.

... werden dazu angeregt neben funktionellen und kognitiv orientierten Behandlungsstrategien auch die psychosoziale Domäne im Zuge der Problematik zu erfassen und auch Grenzen der Physiotherapie zu erkennen.

 

Methode:

  • Interaktiv gestaltete Vorträge mit Plenumsdiskussion
  • PatientInnendemo durch Einladung zweier „Live-PatientInnen“
  • Impulsvortrag seitens Facharztes für Psychiatrie