Atemphysiotherapie bei Atemnot: vielfältige Ursachen - vielfältige Maßnahmen

Für kooperationsfähige und -unfähige PatientInnen: Atemtechnik, manuelle Unterstützung, Geräteeinsatz

Ursachen für Atemnot können u.a. pulmologisch, kardial, orthopädisch, neurologisch, onkologisch oder durch allgemeine Schwäche bedingt sein.
Um PatientInnen mit Atemnot adäquat behandeln zu können, bedarf es zunächst einer an das Hauptproblem angepassten Auswahl von Assessments zur Problemeinschätzung und Risikoanalyse. Auf dieser Basis können geeignete Therapiemaßnahmen ausgewählt und durchgeführt werden.

 

Inhalt:

  • Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Atmung sowie Herausarbeiten von Ursachen, die zu Dyspnoe führen
  • Diagnostik inkl. praktisches Durchführen von Assessments wie Atemnotskalen, Auskultation, Anamnese, ADL- Tests, Peak Cough Flow, Messung der Inspirationskapazität, Messung der Zwerchfellkraft etc.
  • therapeutische Behandlungstechniken ohne Geräteunterstützung (Atemtechnik, manuelle Techniken, Lagerung, Hustunterstützung, …)
  • therapeutische Behandlungstechniken mit Geräteeinsatz z.B. zur Sekretförderung und zum Atemmuskeltraining inklusive Üben von Gerätehandling, Einstellung, Reinigung etc.
  • unterstützende Maßnahmen wie Inhalationen, Sauerstoff, Kompression, NIV etc.

 

Assessment-Tools:

Beurteilung von:

  • Atemgeräuschen/Auskultation
  • Beurteilen der Husteffektivität
  • Röntgen
  • ADL Tests
  • Quantifizieren der Atemnot
  • Anamnese, z.B. Zeichen erhöhter Atemarbeit
  • Messen der maximalen Inspirationskraft

 

Ziel:

Die TeilnehmerInnen kennen die möglichen Ursachen für Atemnot sowie die dafür verantwortlichen pathophysiologischen Mechanismen, ebenso die daraus resultierenden Folgen und die zur Therapie nötige Basisdiagnostik.
Sie sind in der Lage, eine selbstständige Auswahl der für den/die PatientIn geeigneten Maßnahmen anhand der Basisdiagnostik zu treffen sowie unterstützende Maßnahmen zielgerichtet einzusetzen.
Wissenschaftlich geprüfte Therapiemethoden mit und ohne Geräte und unterstützende Maßnahmen können angewandt werden.

 

Methode:

  • Theorievorträge und Präsentationen
  • praktische Übungseinheiten zu den therapeutischen Maßnahmen