Anale Palpation des Beckenbodens

Basis für spezifisches Beckenbodentraining

kleinGRUPPE - Maximal 9 TeilnehmerInnen!

 

Im Bereich der Uro-, Prokto-, Gynäkologie und Geburtshilfe ist die Untersuchung des Beckenbodens eine wesentliche Voraussetzung für die gezielte physiotherapeutische Intervention. Die anale Tastuntersuchung wird im internationalen Bereich von »pelvic physiotherapists« routinemäßig zur Anwendung gebracht und dient unter anderem der berufsübergreifenden Dokumentation.

Die anale Palpation wird zur Diagnostik der analen Verschlussmechanismen und beim Mann zur Diagnostik des gesamten Beckenbodens eingesetzt.

Auch im interdisziplinären Team stellt dieses Wissen einen Mehrwert dar, da so treffsicher die Indikation zur Physiotherapie und den physiotherapeutischen Maßnahmen der Beckenbodentherapie gestellt werden kann. Ebenso wird ein Verständnis für Schnittstellen und unterschiedliche Zuständigkeiten der Gesundheitsberufe geschaffen.

 

Inhalt:

Theorie: Anatomie als Basis der Diagnostik, Überblick der häufigsten Krankheits- und Beschwerdebilder, PERFect-Schema
Praxis: PERFect-Schema, Hands-on Training in Kleingruppen*, standardisierte Anleitung,
Hinweis: Das Seminar dient der detaillierten Vermittlung eines standardisierten Werkzeugs zur Überprüfung und Qualitätskontrolle des Beckenbodentrainings. Dies ist KEIN Beckenbodentrainingsseminar.

 

Ziel:

Nach dem Seminar können die TeilnehmerInnen die Palpation, als valides und reliables Untersuchungsinstrument, modifiziert von der vaginalen auf die anale Tastuntersuchung – zur Beurteilung von Kraft und Ausdauer der Beckenbodenmuskulatur gesamt und der Musculi Sphinkter ani anwenden.

 

Methode:

theoretische Inputs, Hands-on Training in Kleingruppen*

 

erweiterte Zielgruppe: 

Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege mit der Spezialisierung in Wundmanagement und Stomaversorgung können ebenfalls an dieser Fortbildung teilnehmen. 

 

*Der Workshop ist so konzipiert, dass die TeilnehmerInnen aneinander die Palpation durchführen und üben. Selbstverständlich wird mit der eigenen Intimsphäre und der Intimsphäre der anderen TeilnehmerInnen sorgsam umgegangen.