FAQ zur Mitgliedschaft

Wo finde ich relevante Informationen zur aktuellen Situation und zum Thema "Coronavirus"?

Die Webseite der AGES, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, stellt gesicherte Informationen und den aktuellen Wissensstand zur Verfügung.

Alle Informationen finden Sie hier

(Stand: 28.2.2020)

Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag bei Physio Austria?

Die Höhe des Mitgliedsbeitrags für jede Art der Mitgliedschaft wird von der Generalversammlung festgelegt. Für die Jahre 2019 und 2020 wurden von der Generalversammlung 2018 folgende Mitgliedsbeiträge festgelegt:

Ordentliche Mitglieder: 320 €

Außerordentliche Mitglieder: 320 €
Sind jene, die einen ausländischen, der österreichischen Bachelorurkunde / dem österreichischen Diplom vergleichbaren Abschluss nachweisen können.

Mitglieder in Karenz: 160 €

Doppelmitglieder: 160 €
Wenn ein Mitglied von Physio Austria in einem anderen Land beim dortigen Berufsverband ebenfalls Mitglied ist, beträgt der Mitgliedsbeitrag bei Physio Austria 160,- € für das Kalenderjahr.

Juniormitglieder (Ordentliche Mitglieder im ersten Berufsjahr): 55 €
Mit dem Erwerb der Bachelorurkunde/dem Diplom geht die Gratis-Mitgliedschaft in eine Junior-Mitgliedschaft über: Im ersten Berufsjahr wird daher noch nicht der reguläre Mitgliedsbeitrag, sondern ein reduzierter Mitgliedsbeitrag von derzeit 55 Euro vorgeschrieben.

Pensionierte Mitglieder: kostenlos
Studierende: kostenlos
Bei 40jähriger Mitgliedschaft: kostenlos

Weshalb sind nicht alle Berufsangehörigen Mitglied bei Physio Austria?

Physio Austria ist als gemeinnütziger Verein organisiert und keine gesetzlich geregelte Interessenvertretung, was Voraussetzung für eine Pflichtmitgliedschaft wäre. Somit können PhysiotherapeutInnen nicht zu einer Mitgliedschaft verpflichten werden.

Weshalb ist Physio Austria keine gesetzliche Interessenvertretung?

Eine gesetzliche Interessenvertretung ist mit einer Pflichtmitgliedschaft und verpflichtender Beitragsleistung für alle Berufsangehörigen, die den Beruf ausüben, verbunden. Die Schaffung einer neuen gesetzlichen beruflichen Interessenvertretung ist nur unter Beachtung der verfassungsrechtlichen Erfordernisse zulässig und erfordert einen Beschluss des Nationalrats. Die Etablierung einer weiteren gesetzlichen Interessenvertretung – u.a. neben jenen für ArbeitgeberInnen, ArbeitnehmerInnen sowie für ein paar wenige Gesundheitsberufe (siehe ÄrztInnen, ApothekerInnen, Hebammen, Zahnärzte und Tierärzte) – ist politisch nicht gewollt und daher nicht durchsetzbar.
Daher ist es umso wichtiger, dass Physio Austria als freiwillige Interessenvertretung, die allerdings von der Öffentlichkeit, den Stakeholdern im Gesundheitswesen und der Politik jedenfalls als die Interessenvertretung der PhysiotherapeutInnen wahrgenommen wird, besonders stark und durch eine große Anzahl an Mitgliedern unterstützt wird.

Kann im Rahmen des Einsatzes von Telemedizin im Bereich der Physiotherapie auch Gesundheitsförderung und Prävention angeboten werden?

In der Erledigung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, zum „Einsatz von Telemedizin im Bereich der gehobenen medizinisch-technischen Dienste“ vom 31. März 2020 hat sich das Ministerium schlussfolgernd dahin gehend geäußert, dass „aus berufsrechtlicher Sicht die Frage hinsichtlich Zulässigkeit des Einsatzes von Telemedizin durch Angehörige der gehobenen medizinisch-technischen Dienste positiv beantwortet werden [kann], dies unter der Maßgabe der Einhaltung fachlicher und wissenschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrungen (lege artis).“

Aus rechtlicher Sicht geht die Erledigung in Bezug auf die Voraussetzungen für die Anwendung der Telemedizin gezielt auf die beiden Themenbereiche der Gewährleistung der Unmittelbarkeit der Berufsausübung und notwendigen spezifischen Sorgfalt und lex artis bei Telemedizin ein, welche beide das gesamte Berufsbild betreffen. Somit wird in der Erledigung, bei den positiv abgehandelten etwaigen Hindernissen (Unmittelbarkeit) und jedenfalls zu berücksichtigenden Voraussetzungen (Wahrung des Wohls der PatientInnen, Einhaltung der lex artis), nicht zwischen der Krankenbehandlung oder auch Prävention und Gesundheitsförderung differenziert. Es kann daher daraus geschlossen werden, dass sich somit die durch das Bundesministerium genannten Aspekte auf das gesamte Berufsbild der PhysiotherapeutInnen beziehen, welches sowohl Krankenbehandlung als auch Gesundheitsförderung und Prävention im Sinne der Beratung und Erziehung Gesunder umfasst. Vor diesem Hintergrund ergibt sich kein Anhaltspunkt dafür, dass die Zulässigkeit nur auf die Krankenbehandlung einzuschränken wäre.

Selbstverständlich bedarf es auch in der Prävention und Gesundheitsförderung, ebenso wie in der Krankenbehandlung, der sorgsamen Einhaltung der in der Erledigungen genannten Voraussetzungen. Es gilt in jedem Fall sicherzustellen, dass der/die konkrete PatientIn/KlientIn bei Berücksichtigung aller subjektiven und objektiven Voraussetzungen unter Wahrung der beruflichen Sorgfalt (lex artis) mittels Telephysiotherapie behandelt/betreut werden kann. Daraus folgt die Entscheidung, ob die Physiotherapie unter höchstpersönlicher Anwesenheit oder mittels Telemedizin durchgeführt werden könnte, die Art der physiotherapeutischen Maßnahmen und die gemeinsam mit den PatientInnen/KlientInnen zu treffende individuelle Therapieentscheidung für/gegen Telephysiotherapie zur Behandlung bzw. Gesundheitsförderung/Prävention bzw. deren Modulation.

Auch ist bei der Gesundheitsförderung und Prävention ebenso wie bei der physiotherapeutischen Krankenbehandlung natürlich weiterhin die Wahrung des Charakters der physiotherapeutischen Leistung gemäß Berufsbild (u.a. mit Anamnese, nachweislicher Wissensvermittlung und Maßnahmenauswahl entsprechend dem Berufsbild) und die unmittelbare Behandlung bzw. Vermittlung und Betreuung wesentlich um von einem zulässigen Einsatz der Telemedizin im Rahmen der physiotherapeutischen Berufstätigkeit auszugehen. Das bedeutet insbesondere, dass eine individuelle Betreuung und ein unmittelbarer Austausch in direkter Kommunikation zwischen PatientIn/KlientIn und PhysiotherapeutIn möglich sein müssen. Die Übermittlung/elektronische Bereitstellung eines empfohlenen Übungsprogrammes und die Verwendung (indirekter) Videos die von KlientInnen/PatientInnen abgerufen werden ohne zeitgleicher Interaktion zwischen PhysiotherapeutIn und KlientIn/PatientIn erfüllt hingegen weder den Charakter der physiotherapeutischen Berufsausübung noch die in der Erledigung des Bundesministeriums genannten Voraussetzungen für die Anwendung von Telemedizin durch PhysiotherapeutInnen.

Kann ich schon als StudentIn Physio Austria beitreten? Wieviel kostet die Mitgliedschaft für StudentInnen?

Studierende einer Fachhochschule oder Akademie für Physiotherapie können bereits während der Ausbildung Physio Austria beitreten und alle Vorteile einer Mitgliedschaft nutzen.

Die Mitgliedschaft für Studierende ist kostenlos! Als Nachweis benötigen wir eine Inskriptionsbestätigung. Bitte diese bei der Anmeldung zur Mitgliedschaft mitschicken.

Fortbildungspflicht: Steht diese in Verbindung mit der Registrierung? Was bedeutet die "5-Jahresfrist"?

Das Thema der Fortbildungspflicht wurde (bislang) vom Gesetzgeber nicht mit dem der Registrierung junktimiert. D.h. eine Registrierung ist auch ohne den Nachweis erbrachter Fortbildungen möglich. So ist auch die Frist des Nachweises erbrachter Fortbildungen nicht mit der Registrierung gekoppelt.

Festzuhalten ist, dass mit der Novellierung des MTD-Gesetzes 2016 eine Quantifizierung der bereits zuvor besetehenden Fortbidlungspflicht hinsichtlich der erforderlichen Fort- und Weiterbildung (60 Stunden in fünf Jahren, vgl. MTD-G § 11d) stattgefunden hat.
Hinsichtlich des Starts der 5-Jahresfrist kann aktuell auf Grundlage der Gesetzeslage keine allgemeingültige verbindliche Antwort geben werden.

Für BerufsanfängerInnen gilt jedoch, dass die 5-Jahresfrist mit der Berufsberechtigung (= Eintragung im Gesundheitsberuferegister) beginnt.

In dieser Erledigung des BMASGK zu MTD-Gesetz und Fortbildungspflicht finden Sie weiterführende Informationen.

Für bereits länger Berufstätige muss darauf hingewiesen werden, dass, da bereits vor der Novellierung eine Fortbildungspflicht bestanden hat, im Prinzip auch auf Nachweise vor des In-Kraft-Tretens der Novelle zurück gegriffen werden kann.

Der Gesetzgeber macht (aktuell noch) keine Formalvorgaben für die Art des Nachweises. So hat er auch in der bisherigen Regelung der "regelmäßigen Fortbildung" einen möglichen Nachweis nicht weiter spezifiziert. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich allfällig prüfende Stellen hier an Empfehlungen, wie dem MTD-CPD-Zertifikat, orientieren. Dieses kann erstmalig ausgestellt werden, sobald die ausreichende Anzahl an CPD-Punkten (80 CPD-Punkte = 60h) erreicht ist. Das MTD-CPD-Zertifikat hat sodann eine Gültigkeit von 5 Jahren. In dieser Zeit müsste für eine neuerliche Antragsstellung wieder die erforderliche CPD-Punktezahl gesammelt werden.

 

(zuletzt aktualisiert: Oktober 2019)