Was sieht die österreichischen Teststrategie für die Durchführung von Antigen-Tests an Rahmenbedingungen vor?

Die grundlegenden offiziellen Informationen des Sozialministeriums, die man über ...

... Antigen-Tests im Rahmen der österreichischen Teststrategie kennen sollte, sind in diesem Dokument sehr übersichtlich dargestellt.

Dieses Dokument ist derzeit auch unmittelbar auf der Webseites des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz abrufbar.

Daraus seien hier nur einige wesentliche Punkte herausgestellt (ohne Vollständigkeit):

 

  • Auch bei Antigen-Tests sind die zur Gewinnung von Probenmaterial für die COVID-19-Testungen berechtigten Berufsgruppen auf die entsprechenden Gesundheitsberufe beschränkt - dabei unter anderem PhysiotherapeutInnen, die durch die Novelle des Epidemiegesetzes 1950 seit 19. Dezember 2020 ausschließlich unter den seither im Epidemiegesetz 1950 geregelten Voraussetzungen zur Probenentnahme eingesetzt werden dürfen. Aufgrund einer Änderung im Epidemiegesetz 1950 (EpiG) wurde der Kreis jener Gesundheitsberufe, die im Rahmen von Testungen auf SARS-CoV-2 (COVID-19) zur Abstrichentnahme aus Nase und Rachen einschließlich Point-of-Care-Covid-19-Antigen-Tests herangezogen werden, unter anderem auch um PhysiotherapeutInnen (gehobene MTDs) erweitert. Durch die jüngste Novelle des EpiG (BGBl. I Nr. 33/2021), welche mit 27. Februar 2021 in Kraft getreten ist, wurden den PhysiotherapeutInnen weitreichendere Befugnisse im Zusammenhang mit der Testdurchführung eingeräumt. Gemäß § 28d Abs. 1 EpiG sind PhysiotherapeutInnen sowie weitere MTD-Berufszweige berechtigt, Abstriche aus der Nase und dem Rachen zu entnehmen (=Gewinnung von Probenmaterial) und sog. Point-of-Care-Covid-19-Antigen-Tests durchzuführen. Für die Abstrichentnahme und die Antigen-Testdurchführung bedarf es keiner ärztlichen Anordnung mehr und die Tätigkeit muss auch nicht unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Ebenso wurde von einer gesonderten Einschulung durch einen Arzt Abstand genommen.
  • Sowohl ein positiver Antigentest als auch ein PCR-Test lösen die Meldeverpflichtung gemäß § 2 Epidemiegesetz aus. Meldepflichtige Personen (v.a. Ärztinnen und Ärzte) bzw. Einrichtungen (wie z.B. Labore, Apotheken) müssen demnach einen positiven Antigen-Test als COVID-19-Fall an die zuständige Gesundheitsbehörde melden. Da seit 27.02.2021 auch PhysiotherapeutInnen zu den berechtigten Stellen zählen, trifft auch sie diese Meldeverpflichtung bei Durchführung von Testungen.
  • Bei zum Einsatz kommenden Tests muss es sich um verkehrsfähige und entsprechend zertifizierte Produkte handeln, die konkrete Leistungsmerkmale erfüllen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen um Antigen-Schnelltests auf den Markt zu bringen, sind durch der Richtlinie 98/79/EG geregelt. Diese legt fest, dass Hersteller eine Konformitätserklärung abgeben müssen. Auch Produkte zur Verwendung durch Laien (Produkte zur Eigenanwendung oder Selbsttests) müssen entsprechend zertifizierte Produkte sein, die zusätzlich von einer Drittstelle (einer benannten Stelle) beurteilt werden.

Stand: 29. März 2021