SARS-CoV-2-Antigen-Testungen zur Eigenanwendung („Laientests“) und professionelle Testungen durch PhysiotherapeutInnen – was ist der Unterschied und die Wirkung als Nachweis im Sinne der COVID-19-Öffnungsverordnung?

Im Zusammenhang mit der Unterscheidung zwischen den SARS-CoV-2-Antigen-Testungen zur Eigenanwendung („Laientests“) und den professionellen Testungen durch PhysiotherapeutInnen kam es seit Inkrafttreten der COVID-19-Öffnungsverordnung am 19 .Mai 2021 zu vermehrten Mitgliederanfragen, sodass wir hier auf diese Unterscheidung gezielt nochmals eingehen.

In der Bestimmung § 1 Abs. 2 Z 1 bis 7 der COVID-19-Öffnungsverordnung werden die unterschiedlichen Arten von Nachweisformen für den „Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr“, welcher als Zutrittstest verwendet werden kann, abschließend dargestellt.
Der Nachweis über ein negatives Ergebnis kann u.a. auch in Form eines SARS-CoV-2-Antigentests zur Eigenanwendung, das in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst werden muss, erbracht werden (siehe §1 Abs. 2 Z 1 COVID-19-ÖV). Darunter sind die sog.  „Selbsttestungen“ zu verstehen, die von Laien durchgeführt werden. Das heißt die Probenahme, Auswertung und Interpretation des Ergebnisses wird durch den Laien selbst vorgenommen (z.B. durch die Verwendung von Antigen-Selbsttest aus der Apotheke). Wobei anzumerken ist, dass dieser Nachweis nur für die Dauer von 24 Stunden ab dem Zeitpunkt der Probenahme gültig ist.
Die sog. Selbsttestungen durch Laien sind jedoch nicht gleichzusetzen mit einer professionellen Abnahme bzw. professionellen Beobachtung von Antigen-Testungen. Die Antigen-Testungen, die von freiberuflich tätigen PhysiotherapeutInnen vorgenommen werden, sind aufgrund der berufsrechtlichen Qualifikation als professionelle Abnahmen zu werten. Daher ist die Berufsgruppe der freiberuflich tätigen PhysiotherapeutInnen auch als sog. „befugte Stelle“ berechtigt „Nachweise einer geringen epidemiologischen Gefahr“ (dh. Nachweis über ein negatives Ergebnis eines Antigentests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 48 Stunden zurückliegen darf) auszustellen (siehe § § 1 Abs. 2 Z. 2 COVID-19-ÖV).
Weiterführende Informationen zur Qualifikation als befugte Stelle finden Sie hier.

 

31. Mai 2021

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