Können freiberuflich tätige PhysiotherapeutInnen zur Probenentnahme im Rahmen ärztlich beaufsichtigter Testungen auf SARS-CoV-2 (COVID-19) eingesetzt werden?

Aufgrund der Neuregelung im Epidemiegesetz 1950 ist der Einsatz von PhysiotherpeutInnen zur Durchführung der ärztlich angeordneten Abstrichentnahme unter ärztlicher Aufsicht (sowohl PCR-Test als auch Antigentest) nach entsprechender ärztlicher Einschulung zulässig.

Diese Änderung ist mit 19. Dezember 2020 in Kraft getreten und über diesen Link im RIS abrufbar. Dabei obliegt es den verantwortlichen Organisatoren, bei denen es sich häufig um Landesbehörden handeln wird, die genannten Voraussetzungen zu gewährleisten - insbesondere die ärztliche Aufsicht und Einschulung der dabei eingesetzten gehobenen MTDs. Ob PhysiotherapeutInnen dabei auf der Grundlage von Werkverträgen, Volontärsverträgen oder auch als Dienstnehmer anderer Organisationseinheiten bzw. Einrichtungen des Dienstgebes eingesetzt werden, ist dabei der verantwortlichen Stelle in Ausgestaltung und Umsetzung überlassen. Dabei ist davon auszugehen, dass durch die für die Abwicklung verantwortliche Behörde/Organisation einheitliche vertragliche Grundlagen gewählt hat und den beteiligten Gesundheitsberufen als konkrete Grundlage für diese Tätigkeit zur Unterzeichnung vorgelegt werden. Bei freiberuflichen Berufsangehörigen stellt diese vertragliche Grundlage in der Folge die Basis für die entsprechenden gegenseitigen Rechte und Pflichten dar - wobei selbstverständlich die genannten gesetzlichen Voraussetzungen für diese Tätigkeit (ärztliche Aufsicht, Anordnung und Einschulung) stets vorliegen müssen.

Die zur Gewinnung von Probenmaterial für die COVID-19-Testungen (sowohl PCR-Test als auch Antigentest) berechtigten Berufsgruppen sowie grundlegende offizielle Informationen des Sozialministeriums, die man über die zur Probenentnahme und Testdurchführung kennen sollte, können Sie diesem Dokument entnehmen.
Dieses Dokument ist derzeit auch unmittelbar auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz abrufbar.

Stand: 21.01.2021

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