Skoliose-Therapie stellt für PhysiotherapeutInnen in vielfacher Hinsicht eine besondere Herausforderung dar. Für eine effiziente Behandlung der vorwiegend jugendlichen PatientInnen ist nicht nur interdisziplinäre Zusammenarbeit – etwa mit ÄrztInnen und OrthopädietechnikerInnen – gefragt, sondern es spielen auch pädagogische und psychologische Aspekte eine wesentliche Rolle.
Neue sowie laufend verfeinerte Diagnosemöglichkeiten und Behandlungsverfahren stellen im Bereich der Hüfterkrankungen neue Herausforderungen an ÄrztInnen wie PhysiotherapeutInnen dar. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist gefragt.
Die Betreuung von PatientInnen mit Multipler Sklerose stellt für PhysiotherapeutInnen eine besondere Herausforderung dar. Unterschiedliche Ausformungen der Erkrankung erfordern individuell abgestimmt Therapien, um ein Höchstmaß an Beweglichkeit und Selbstständigkeit zu erhalten.
Mit dem steten Anstieg der Überlebens- und Heilungschancen bei Krebserkrankungen steigt auch die Bedeutung der Physiotherapie in der Onkologie. Aber auch in der Prävention nimmt die Physiotherapie eine immer wichtigere Rolle ein.
Die im Frühjahr durchgeführte LeserInnen-Umfrage weist die Medien von Physio Austria – „inform“ und www.physioaustria.at – als die führenden Medien für PhysiotherapeutInnen aus.
Mit dem Schwerpunktthema „Ethik in der Physiotherapie“ widmet sich diese Ausgabe des „inform“ einem Thema, das bislang eine etwas untergeordnete Rolle in unserem Berufsbild einnahm. – Zumindest im Vergleich mit einigen anderen Gesundheitsberufen.
Diese Frage wird mir und KollegInnen immer wieder gestellt, und manchmal auch von Leuten, von denen wir glauben, die müssten es ja wirklich wissen. Ich gebe zu, als Präsidentin des Berufsverbandes der PhysiotherapeutInnen tut mir das manchmal weh.
In jüngster Zeit sehen sich PhysiotherapeutInnen und auch andere etablierte MTD- und Gesundheitsberufe vermehrt mit Begehrlichkeiten gewerblicher Berufsgruppen konfrontiert. Ziel der Begierde sind Status und Berufsberechtigungen der Gesundheitsberufe zu erreichen. Sie wollen auch das beruflich tun dürfen, wozu derzeit ausschließlich wir berechtigt sind. Allerdings ohne eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren, wie wir sie absolvieren.
Nun hat also auch Österreich seine Bildungsdiskussion: Haben wir zu viele StudentInnen oder zu wenig Lehrende und Hörsäle? Soll der Zugang zu den Hochschulen frei sein, oder soll es Beschränkungen geben? Werden an den Unis nur noch Fachkräfte „am Fließband produziert“ und kommt die Wissenschaft zu kurz?
Seit Physio Austria in der vergangenen Ausgabe des „inform“ die zunehmend restriktive Bewilligungspolitik einiger Krankenkassen bezüglich Physiotherapie kritisierte, entwickelte sich das Thema „Therapieverweigerungen“ zu einem Dauerbrenner. Zahlreiche Medienberichte und zuletzt auch ein umfassender Bericht samt Reportage in der TV-Sendung „konkret“ waren die Folge.