Pilates für PhysiotherapeutInnen

Ziel: Das Ziel des Kurses ist es das Trainingskonzept nach Pilates am eigenen Körper zu erspüren und es dann in die therapeutische Arbeit mit den PatientInnen einfließen lassen.
Inhalt: Wichtig ist die Kooperation aller beteiligten Muskelgruppen an der Stabilität des Rumpfes. P. Hodges, C. Richardson und R. Sapsford konnten zeigen, dass der M. transversus abdominis und die Mm. Multifidii sowie die Beckenbodenmuskulatur als Tiefenstabilisatoren eine antizipatorische muskuläre Aktivität bei Bewegungen der oberen Extremität aufweisen. Diese Aktivität ist bei PatientInnen mit Rückenschmerzen jedoch verlangsamt oder fehlend. Auch bei PatientInnen mit Harninkontinenz zeigte sich nicht nur ein Fehlen der antizipatorischen Vorspannung, sondern sogar eine antizipatorische Relaxation der BeBo-Muskulatur vor der Bewegung der oberen Extremität (Smith MD, Coppieters MW und Hodges 2006). Die lagesichernde Aufgabe des Beckenbodens für die Organe im kleinen Becken fehlt dadurch. Die fehlende Kontraktion der BeBo-Muskulatur führt weiters zu einer Instabilität im lumbosakralen Übergang durch die nicht vorhandene Dorsalnutation des Sakrums. Dies zeigt sich besonders bei Gewichtsverlagerung im Stand (A. Pool-Goudwaard et al., 2004). Wie eng Harninkontinenz und Rückenbeschwerden gekoppelt sind zeigt auch eine Umfrage unter 200 Frauen im Alter von 17 bis 45 Jahren die an einer physikalischen Institution auf Grund von Rückenbeschwerden vorstellig wurden. 83 % dieser Frauen gaben auch Harninkontinenz an (K. Ellliasson et al., 2007).





