Physiotherapie in der Arbeitsmedizin und Prävention

Ziel: Die TeilnehmerInnen haben sich mit dem Physiotherapeutischen Prozess in der Arbeitsmedizin und Prävention auseinandergesetzt und haben einen Überblick über das Handlungsfeld der Physiotherapie in der Arbeitsmedizin, Prävention und betrieblichen Gesundheitsförderung. Sie kennen Schnittstellen im interdisziplinären Team sowie das System der Einflussfaktoren. Die TeilnehmerInnen können eine strukturierte, auf europäischer Ebene anerkannte Arbeitsplatzanalyse planen, durchführen sowie auf deren Basis Projekte zur Gesundheitsförderung entwickeln.
Im interdisziplinären Team haben sie das Arbeitsfeld des Sicherheitsbeauftragten näher kennengelernt.
Inhalt:
1. Tag:
Mag. Dr. Ursula Eckler, PT
Der physiotherapeutische Prozess in der Arbeitsmedizin und Prävention, Begriffsbestimmungen in den Bereichen Arbeitsmedizin und Ergonomie unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitsphysiologie, Einflussfaktoren in der Arbeitsmedizin, physische Belastungsfaktoren, Belastungs-/Beanspruchungsmodell, physiotherapeutische Prozessdokumentation in der Arbeitsmedizin, Interdisziplinarität in der Arbeitsmedizin (Berufsbilder).
Entwicklung einer strukturierten Arbeitsplatzanalyse auf Basis des physiotherapeutischen Prozesses in der Arbeitsmedizin. Ableitung von Maßnahmen für die Ergonomisierung und Bewegungsförderung aus den Analyseergebnissen. Aspekte der Motivation und Information.
2. Tag Vormittag
Dorothea Haslinger, PT
Die Zusammenarbeit von Ergonomie und Arbeitssicherheit wird immer wichtiger.
In Zukunft werden die MitarbeiterInnen auf Grund des steigenden Pensionsalters länger auf ihren Arbeitsplätzen verweilen müssen. Der Arbeitsplatz muss daher als Gesamtsystem evaluiert und darf nicht auf einzelne Komponenten, wie z.B. die Sicherheit von Maschinen, reduziert werden.
Die Ergonomiebeurteilung eines Arbeitsplatzes stellt dabei einen wichtigen methodischen Faktor bei der Gefährdungsanalyse (Evaluierung) dar.
2. Tag Nachmittag und 3. Tag:
Dorothea Haslinger, PT
Dipl.-Ing. Markus Müller
Die ErgoPlus Arbeitsplatz-Analyse
Das Durchschnittsalter der Belegschaft in den Betrieben steigt stetig. Es ist für Unternehmen deshalb notwendig ergonomische Arbeitsplätze zu schaffen, welche die ArbeitnehmerInnen gesund erhalten. Dies bedarf einer genauen Analyse, die durch die ErgoPlus Arbeitsplatzanalyse unkompliziert möglich ist.
Die Arbeitsplatzanalyse zur Gestaltung von ergonomischen Arbeitsplätzen wird bereits von PhysiotherapeutInnen und ErgoPhysConsultants erfolgreich eingesetzt. Sie gibt Aufschluss über die physische und psychische Anforderung am jeweiligen Arbeitsplatz und zwar zum Teil individuell auf den/die ArbeitnehmerIn abgestimmt.
Neben den theoretischen Informationen rund um die Anwendung des ErgoPlus Arbeitsplatz-Analysebogens und der Einführung in das Aufgabengebiet der Sicherheitsfachkraft, liegt der Schwerpunkt dieses Kursabschnitts vor allem in der praktischen Umsetzung am Beispiel von Arbeitsplätzen in der Metallindustrie.
Die AbsolventInnen sind in der Lage, Analysen an Arbeitsplätzen zu erheben, ergonomische Mängel und Beanspruchungen zu dokumentieren und technische, organisatorische und personelle Lösungsvorschläge zu präsentieren.
Die Arbeitsplatzanalyse bildet die Basis für nachhaltige Projekte in der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Kursort 2. Tag Nachmittag und 3. Tag: Alois Pöttinger Maschinenfabrik Ges.m.b.H., Industriegelände 1, 4710 Grieskirchen







