Desorientierte Menschen erreichen und verstehen durch Validation

Die Validationsmethode wurde von der Gerontologin Naomi Feil entwickelt und ist heute eine international anerkannte Vorgehensweise um mit desorientierten Menschen zu kommunizieren. An Demenz erkrankte Menschen sind oftmals nicht mehr in der Lage sich verständlich mitzuteilen. Körperliche und soziale Verluste, Stress, Nutzlosigkeit und Einsamkeit führen oftmals zum Rückzug aus der realen Welt in die Welt der Vergangenheit. Die physiotherapeutische Intervention im Bereich der Demenzerkrankungen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Validation ist ein geeignetes Kommunikationsmittel zur Unterstützung der physiotherapeutische Behandlung von demenzkranken Menschen.

Ziel:
Der Kurs soll den TeilnehmerInnen ein umfassendes Wissen über die theoretischen Grundlagen und Prinzipien der Validation vermitteln. Weiters sollten die TeilnehmerInnen in der Lage sein die Phasen der Desorientierung nach der Validation einzuschätzen und die entsprechenden Validationstechniken auszuwählen und anzuwenden. Die TeilnehmerInnen sollten in der Lage sein sowohl verbal als auch nonverbal mit einem demenzkranken Menschen zu kommunizieren .Die Gründe für die Verhaltensauffälligkeiten des dementen Patienten/der dementen Patientin sollten erkannt und verstanden werden.

Inhalt:

  • Grundlagen der Validation
  • Prinzipien aus dem Bereich der Psychologie: Erik Eriksons Theorie der Lebensstadien und Aufgaben
  • Die körperlichen, psychologischen und emotionellen Charakteristika der 4 Phasen von Desorientierung nach Naomi Feil
  • Validationstechniken
  • PatientInnendemonstration und -analyse durch Filmbeispiele

Methode:

  • Vortrag und Präsentation anhand von praktischen Beispielen
  • Arbeit in Kleingruppen
  • Einzelarbeit
  • Praktische Übungen zu den Bereichen verbale und nonverbale Kommunikation
  • Videoanalyse
  • Diskussion

 

29.04.2011

Kursgebühr für Mitglieder

€ 120,00

Kursgebühr

€ 156,00

Dauer

8 UE à 45 Min.

Kursart

Zielgruppe