An zwei Tagen werden renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Sportphysiotherapie, Sportmedizin und Trainingswissenschaften einen optimalen Rehabilitationsprozess für Schulterprobleme skizzieren. Ziel ist, dass Leistungs- wie FreizeitsportlerInnen nach einem Unfall möglichst effektiv in ihre Sport- und Alltagsaktivität zurückgeführt werden können.
Die Idee dahinter ist, den Therapieprozess von Schulterverletzungen als eine Gesamtleistung der Disziplinen Sportphysiotherapie, Trainingswissenschaften, Sportmedizin und Sportpsychologie zu sehen. „Ein interdisziplinärer Austausch ist die Grundlage für den optimalen Rehabilitationsverlauf. Es ist wichtig, dass alle involvierten Fachbereiche an einem Strang ziehen“, betont der Gastgeber des Sportphysiotherapie-Kongresses, Universitätsprofessor Dr. Erich Müller, Lehrgangsleiter des Masterstudiengangs „Sports Physiotherapy“ an der Universität Salzburg.
Das Thema Rehabilitation gewinnt in der Sportphysiotherapie zunehmend an Bedeutung. Die International Federation of Sports Physical Therapy (IFSPT), eine Fachgruppe innerhalb des Physiotherapie-Weltverbandes WCPT, hat bei ihrer jüngsten Generalversammlung im Juni dieses Jahres in Amsterdam eine Satzungsänderung beschlossen, da Sportphysiotherapie nicht nur AthletInnen zu Gute kommen soll, sondern allen Menschen, unabhängig von deren Alter und Betätigung (siehe Bericht Seite 37). „In vielen Ländern“, so der Leiter der Physio Austria-Fachgruppe Sportphysiotherapie, Karl Lochner, PT, „wird die Rehabilitation der Sportphysiotherapie zugeordnet und als Spezialisierung gefördert“.
International renommierte Vortragende
Mit dabei in Rif ist im November der renommierte australische Professor und Physiotherapeut Dr. Jeremy Lewis. Dr. Lewis ist international anerkannt für seine Forschungsarbeiten zum Thema Schulter und seine Behandlung von Schulterproblemen. Zurzeit arbeitet Lewis als beratender Physiotherapeut am St. George’s Hospital in London. Mit großem Interesse wird auch der Vortrag der norwegischen Physiotherapeutin Hilde Fredriksen mit dem Titel „Clinical view on shoulder rehabilitation“ erwartet. Fredriksen ist leitende Physiotherapeutin des norwegischen Olympischen Verbands.
Ebenfalls referieren werden der Physiotherapeut der erfolgreichen österreichischen Faustball-Nationalmannschaft, die kürzlich bei der WM Silber holte, Hans-Peter Hagmüller, PT, sowie der Kapitän des Nationalteams, Klemens Kronsteiner. Er wurde von Hagmüller nach seiner Schulteroperation vor ca. 2 1/2 Jahren betreut. Ebenfalls zu Wort kommt der Teamarzt der Faustball-Nationalmannschaft und Operateur von Kronsteiner, Dr. Gernot Aitzetmüller, welcher auch immer wieder Fortbildungsveranstaltungen für PhysiotherapeutInnen organisiert.
Veranstaltet wird der Kongress vom Interfakultären Fachbereich Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Salzburg in Kooperation mit der deutschen Lehrinstitution für Sportphysiotherapie „spt-education“ und der Physio Austria Fachgruppe Sportphysiotherapie.
Information und Anmeldung unter www.uni-salzburg.at/spo/sportphysiokongress2011. Die Veranstaltung ist auf 150 TeilnehmerInnen beschränkt. Eine Reihung erfolgt entsprechend dem Anmeldezeitpunkt. Für Physio Austria-Mitglieder sowie Physiotherapie-StudentInnen gibt es Ermäßigungen.
Otto Havelka





