Als VertreterInnen der ÖGOMT (Österreichische Gesellschaft für Orthopädische Manuelle Therapie) waren Martin Weidinger, Rudi Raschhofer, Ingrid Brauchart und Christian Körner anwesend. Außerdem referierte im Rahmen beider Veranstaltungen Frans van den Berg.
Jochen Schomacher (D) meinte im Eröffnungsvortrag, dass die Spezifität in Bezug auf die Schmerzbehandlung keine entscheidende Rolle spielt, also keine spezifische, segmentale manualtherapeutische Therapie nötig ist. Für die Behandlung von (segmentalen) Dysfunktionen ist jedoch eine spezifische Behandlung indiziert.
Trotz seiner 87 Jahre gab Freddy Kaltenborn in gewohnt dynamischer Manier einen Einblick in die Geschichte der Manuellen Therapie, die er maßgeblich mit beeinflusst hat. Auch Olaf Evjenth zeigte seine manualtherapeutischen Fertigkeiten in Form einer praktischen Demonstration diverser Untersuchungs- und Manipulationstechniken.
John Krauss (USA) zeigte mittels bildgebenden Verfahren auf, dass z.B. bei „p-a’s“ keine rein segmentspezifische Bewegung möglich ist.
Conclusio:
- ev. zu Beginn Weichteiltechniken und dann, falls nötig, (Segment-)spezifischere Techniken
- wichtig kann auch eine „Struktur(Gewebe)-spezifische“ Spezifität sein
- bei segmentalen Dysfunktionen (z.B. „Blockierung“ eines Facettengelenks) ist ohne Zweifel eine spezifische manuelle Behandlung nötig
- nach Möglichkeit sollte man auch bzgl. Dosierung, Kraft, Amplitude, … spezifisch behandeln
Als PhysiotherapeutIn sollte man durch die langjährige Ausbildung in der Lage sein, seine PatientInnen (wenn nötig) spezifisch zu behandeln.
Im Rahmen des Teachers-Meeting, an dem KollegInnen aus mehr als 20 Ländern teilnehmen, stand das Thema „Aus- und Weiterbildung im Rahmen des K/E-Konzepts“ im Vordergrund, wobei es hauptsächlich darum ging, ab wann Manipulationen unterrichtet werden sollten.
Die Meinungen reichten von möglichst bald im Rahmen der Fachhochschul-Ausbildung bis erst nach mehrjähriger Berufs- bzw. Manuelle Therapie-Erfahrung, wobei eher ein früher Beginn favorisiert wurde.
Auch die Qualifikation bzw. Ausbildung der MT-InstruktorInnen, sowie verschiedenste Fragen der TeilnehmerInnen wurden diskutiert.
Christian Körner, PT




