Uro-, Prokto-, Gynäkologie und Geburtshilfe ist nicht nur aus fachlich physiotherapeutischer Sicht ein breites Arbeitsfeld, sondern auch volkswirtschaftlich bzw. gesundheitsökonomisch gesehen ein bedeutender Bereich. Jährlich werden immense Mengen an Heilbehelfen und Hilfsmitteln umgesetzt, sowohl im geriatrischen Bereich, aber auch bereits in jüngeren Bevölkerungsschichten.
Für einen Berufsverband wie Physio Austria ist daher eine zielgerichtete und qualitätsorientierte Arbeit in diesem Bereich ein besonderes Anliegen. Nun hat sich eine Gruppe von PhysiotherapeutInnen, die überwiegend auf diesem Gebiet arbeiten, zu einer Fachgrupppe UPGG zusammengetan. „Momentan sind wir sicherlich erst ein kleiner Teil derer, die im Bereich UPGG arbeiten“, erklärt Fachgruppen-Leiterin Elisabeth Udier. „Unser Ziel ist aber, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen im Bereich UPGG in unserem Team flächendeckend zu vereinen“.
Vorrangige Ziele der Fachgruppe, in der sowohl freiberuflich tätige wie angestellte PhysiotherapeutInnen aus verschiedenen Bundesländern vertreten sind:
• Fachlicher Austausch
• Gesundheitsförderung im Beckenbodenbereich (Prophylaxe)
• Kooperation interdisziplinär
• Qualitätssicherung–Öffentlichkeitsarbeit
„Mit klaren Strukturen wird dieser große Bereich der Medizin in der Öffentlichkeit besser gesehen“, ist Udier überzeugt. „Ein professioneller Auftritt gibt Sicherheit in der interdisziplinären Zusammenarbeit und stärkt das Vertrauen der PatientInnen.“
Erstes Projekt
Für die verschiedenen Bereiche der UPGG werden standardisierte Fragebögen für PhysiotherapeutInnen ausgewählt und von diesen dann vor und nach der Therapie ausgefüllt werden. „Damit bekommen wir einmal einen ersten Einblick in die physiotherapeutische Arbeit in Österreich, sozusagen eine IST-Stand Erhebung“, so Udier. Auf diese Werte können später weitere Projekte aufgebaut werden.
Gestartet wird dieses Projekt mit einem Chattermin Anfang Dezember, bei dem Fragen wie Auswahl der Fragebögen, anonyme Auswertung, Projektzeitraum, etc. geklärt werden sollen. Das Projekt ist so konzipiert, dass der Zeitaufwand für die TherapeutInnen gering ist. „Es ist auch möglich, sich zu beteiligen, wenn man nur wenige PatientInnen auf diesem Gebiet hat“, erklärt Udier.
PhysiotherapeutInnen, die Interesse an diesem Projekt und Informationen über die Fachgruppe haben, können per E-Mail die Fachgruppen-Leiterin Elisabeth Udier kontaktieren (elisabeth [dot] udier [at] physioaustria [dot] at)
Otto Havelka
ProjektteilnehmerInnen gesucht

Elisabeth Udier, PT
Leiterin der Fachgruppe
UPGG
1993 Diplom in Physiotherapie am LKH Graz
seit 1996 freiberufliche Physiotherapeutin
seit 2005 Lehrtätigkeit an der Akademie für Physiotherapie,
jetzt an der FH-Joanneum,
Graz
seit September 2009 eigene Physiotherapie-Praxis in Klagenfurt und
Masterausbildung in Wien
Physiotherapeutische Schwerpunkte: Uro-, Prokto-, Gynäkologie und Geburtshilfe, Orthopädie, Physiotherapie
bei Musikern
Co-Autorin der Physio Austria-Broschüre „Der Beckenboden, Energie für Mann und Frau“
(2. Auflage 2004)
Kontakt:
elisabeth.udier@
physioaustria.at




