Durch die Ausbildung von PhysiotherapeutInnen an Fachhochschulen sind die Praktikumsstellen mit neuen Anforderungen konfrontiert und auch gefragt, neue Wege zu gehen. Wir haben uns durch die gesetzliche Vorgabe, dass die Studierenden fünf Physiotherapeutische Prozesse im Bereich der Neurologie erstellen müssen, vor der Situation gesehen, einerseits die Studierenden dabei zu unterstützen, diese Vorgabe optimal erfüllen zu können und andererseits eine praktikable Lösung in unserer Praktikumsstelle zu schaffen, um weiterhin Studierende in demselben quantitativen und qualitativen Ausmaß wie bisher anleiten zu können.
Dies vor dem Hintergrund, dass die Arbeit mit neurologischen PatientInnen äußerst komplex abläuft. Es ist auch nicht jede/r PatientIn als BefundpatientIn für PraktikantInnen geeignet. Durch die Erstellung der Befundungsleitfäden kommt es hier von vorneherein zu einer Selektion in Bezug auf die Auswahl der zu befundenden PatientInnen.
Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht die konkrete Strukturierung. Die Idee dahinter war, für Studierende und PraktikumsanleiterInnen gleichermaßen eine Situation zu schaffen, die in der Durchführung zeitsparend und möglichst effizient ist und so – wie es in der Praxis auch gelebt werden muss – ein Maximum an Therapiezeit für die PatientInnen zulässt. Die von uns entwickelte Lösung hat sich – wir sind mittlerweile im dritten Durchgang – als gut erwiesen, ist allerdings immer noch in einem Prozess, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Wir konnten erreichen, was wir angestrebt hatten: Studierende und PraktikumsanleiterInnen sind gleichermaßen gefordert, aber einer Überforderung konnten wir durch die gezielte Strukturgebung erfolgreich entgegenwirken.
Constance Schlegl, PT




