International

Impressionen vom WCPT-Kongress 2011

Gut vertreten: Österreich stellte mit mehr als 70 TeilnehmerInnen ein beachtliches Kontingent auf dem WCPT-Kongress.

Internationale Entwicklungen in der Sportphysio­therapie

SportphysiotherapeutInnen aus 20 Ländern trafen einander im Rahmen des WCPT-Kongresses in Amsterdam zur 10. Generalversammlung der International Federation of Sports Physiotherapy (IFSPT), einer Untergruppe des WCPT. Österreich war durch den Leiter der Physio Austria-Fachgruppe Sportphysiotherapie, Karl Lochner, vertreten.

Evidenz ist das zentrale Thema

Der für ManualtherapeutInnen spannendste Teil des WCPT-Kongresses 2011 in Amsterdam fand gleich am ersten Tag statt. Dr. Duncan Reid, Vizepräsident der Internationalen Gesellschaft der Orthopädisch-Manipulativen PhysiotherapeutInnen (IFOMPT) und Director of Rehabilitation an der Neuseeländischen Akademie des Sports moderierte das Symposium „Spinal manipulation – evidence for physiotherapists delivery of effective producers“.

Physiotherapie ist weltbewegend

Insgesamt 5.274 PhysiotherapeutInnen aus mehr als hundert Ländern kamen zum Weltkongress „World Physical Therapy (WPT) 2011“ der World Confederation for Physical Therapy (WCPT) im Juni nach Amsterdam. Österreich war mit mehr als 70 KongressbesucherInnen und zwei Beiträgen im Scientific Programme (ein Vortrag und eine Posterpräsen­tation) vertreten.

Andrang zu physiothera­peutischer ­Wissenschaft

Master-Studien für PhysiotherapeutInnen sind „in“. In Wien wurde der erste genuine Master-Lehrgangs „Physiotherapie“ erfolgreich abgeschlossen, in Graz feierten 36 AbsolventInnen des ersten Universitätslehrgang „Kardiorespiratorische Physiotherapie“ im deutschen Sprachraum ihre Master-Titel, und in Krems startete bereits der dritte Studienlehrgang „Musculoskeletal Physiotherapy“.

Aktuelle Themen der Physiotherapie in Europa

Von 26.–29. Mai wurde in Berlin die alle zwei Jahre stattfindende Generalversammlung des ER-WCPT* abgehalten. Gastgeber war der deutsche Verband für Physiotherapie ZVK (www.zvk.org) unter der souveränen Leitung von Ulrike Steinecke, PT.

Im OP-„Saal“ gackern die Hühner

Zweieinhalb Monate nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti sind die Lebensbedingungen der Inselbewohner nach wie vor katastrophal. Tausende Menschen benötigen operative Nachsorge, Rehabilitation, Physiotherapie und psychologische Betreuung. Viele haben noch immer keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen. Mit der beginnenden Regenzeit steigt das Risiko für Malaria-Erkrankungen, Gewalt und Kriminalität nehmen zu. Die Kärntner Physiotherapeutin Gerda Burian kam kürzlich von einem vierwöchigen Einsatz als „Physiotherapist coordinator“ im Rahmen der Hilfsaktion von „Ärzte ohne Grenzen“ aus Haiti zurück und schildert „inform“ ihre Erlebnisse.

Entwicklung eines ­Messinstruments zur ­Erhebung der Patien­tInnen­zufriedenheit

Das Thema der PatientInnenzufriedenheit nimmt nicht zuletzt im Rahmen der Qualitätsdiskussion einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Aktuell befasst sich Expert Clinical Benchmarks (ECB), eine Forschungseinrichtung von MedRisk, mit der Entwicklung eines, trotz kultureller Unterschiede, international anwendbaren Messinstruments zur Erhebung der PatientInnenzufriedenheit von ambulant betreuten PatientInnen. Interessierte PhysiotherapeutInnen oder auch Physiotherapieabteilungen haben die Möglichkeit, sich aktiv in diese Entwicklung einzubringen.

Europaparlament im ­ Zeichen der Physiotherapie

Ende April präsentierte die Europa-Organisation des Physiotherapie-Weltverbandes (European Region of the World Confederation of ­Physical Therapists ER-WCPT) im Europa-Parlament in Straßburg zwei Präventionsprojekte zur Vermeidung von Rückenleiden bei Kindern und Jugendlichen und zur Raucherentwöhnung. Auch Physio Austria war dabei stark vertreten.

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